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Erfahrung im Asset Management ist durch nichts ersetzbar |
Ich möchte in diesem Blog nicht besserwisserisch oder anmaßend sein, jedoch möchte ich Ihnen etwas über meine Erfahrung im Asset Management erzählen. In den Wirtschafts- und Finanzkrisen der letzten Jahre (bereits in der Asienkrise 1997) wurde der Name Lehman Brothers des Öfteren mit Insolvenz in Verbindung gebracht. Das waren immer Marktgerüchte, welche nie wirklich bestätigt wurden. Es reichte aber aus, dass in meinen Portfolios der Name Lehman Brothers nicht gewichtet wurde.
Ähnlich verhält es sich mit Asset Backed Securities (ABS). Bereits 1999 stellte sich für mich heraus, dass die Ratings dieser strukturierten Produkte nicht vergleichbar sind mit Ratings von Unternehmensanleihen oder sogar Staatsanleihen. Damals wurden viele Strukturen relativ rasch im Rating herabgestuft, was bei Staatsanleihen nicht in der Heftigkeit passierte.
Viele Marktteilnehmer der letzten Jahre sind jedoch noch nicht lange genug im Markt und wissen daher diese Dinge nicht. Jedoch können diese einfachen „Erfahrungen“ oft vor großen Schäden schützen. Es ist daher die Erfahrung eines Asset Managers durch Nichts zu ersetzen.
Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: martin.mikulik@securitykag.at
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Erholung in Aktienkursen bereits eingepreist ... |
An den internationalen Aktienmärkten herrscht seit einigen Monaten wieder reges treiben. Volkswirte und Analysten revidieren ihre Prognosen sukzessive nach oben. Die Kurse konnten sich bereits deutlich von ihren Tiefständen erholen. Die Frage ist aber, wie nachhaltig ist diese Kursrallye fundamental untermauert?
Wenn man sich die aktuelle Bewertung einiger Indizes zu Gemüte führt, wird die positive Einschätzung der Marktteilnehmer offensichtlich. Die Kurs-Gewinn-Verhältnisse liegen zu großen Teilen über den langfristigen Durchschnitt. Eine der wenigen rühmlichen Ausnahmen ist der amerikanische S&P 500, der anhand dieser Bewertungskennzahl nahe dem historischen Mittel notiert. Besonders positiv sehen Analysten und Marktteilnehmer deutsche Unternehmen. Laut einer Erhebung von Bloomberg wird für deutsche Firmen im Schnitt ein Gewinnwachstum von 189% erwartet.
Tabelle: Bewertung Aktienmärkte - KGV
Sie werden sich jetzt sicher fragen, für welchen Zeitraum, oder?
Die Prognose basiert nicht auf Basis der Unternehmensergebnisse in 5 oder 10 Jahren sondern auf Basis der Gewinne im nächsten Geschäftsjahr. Die Marktteilnehmer untermauern damit ihre Einschätzung, dass die Krise bereits hinter uns liegt und der Wirtschaftsmotor wieder deutlich Gas gibt.
Es bietet sich an, das Ende des Bärenmarktes im Jahr 2003 mit der jüngsten Historie zu vergleichen. Wie auch im Jahr 2009 haben die Aktienmärkte nach der letzen großen Krise, der Internet-Bubble, im Jahr 2003 im Monat März den absoluten Tiefstand erreicht. Der Kursrückgang des international renommierten MSCI World entsprach in beiden Fällen in etwa dem Rückgang der Unternehmensgewinne. Das ist für mich logisch und nachvollziehbar. Auffallend ist, dass der aktuelle Bärenmarkt in der Intensität intensiver, aber in der Dauer deutlich kürzer war.
Einen großen Unterschied gilt es besonders zu beachten. Im Gegensatz zum Jahr 2003, wo der Kursanstieg in den ersten Monaten mit einem Gewinnanstieg der Unternehmen untermauert wurde, entstand im aktuellen Kalenderjahr eine Diskrepanz. Die Erholung des MSCI World fiel im Vergleich zum letzten Bärenmarkt in den ersten Monaten wesentlich deutlicher aus, allerdings ist im selben Berichtszeitraum auf der Unternehmensseite noch keine Trendwende erkennbar, da die Gewinne der weltweit größten Unternehmen weltweit in den letzten Monaten mehr als ein Drittel zurückgingen.
Tabelle: Vergleich Bärenmärkte (Internet-Bubble vs. Kreditkrise)
Auch hier wird offensichtlich, dass die Marktteilnehmer die Zukunft durchaus rosig sehen. Mit Spannung wird daher die kommende Berichtsaison im Oktober bzw. im Jänner erwartet und der Druck auf die Unternehmen wird deutlich ansteigen …
Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: josef.obergantschnig@securitykag.at
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Brand aus! Krise ist überstanden!? |
Gesetzt den Fall, die Märkte haben Recht und die Wirtschaft erholt sich wieder nachhaltig - was ist dann eigentlich in den letzten 12 - 18 Monaten geschehen. War dies nun die schlimmste Finanzkrise seit den 30er Jahren? Zugegeben, in den USA sind eine große Anzahl an Banken pleite gegangen, dies war in den letzten 50 Jahren jedoch schon öfters der Fall und, mit Ausnahme von Lehman Brothers und Washington Mutual, waren es in den letzen beiden Jahren eher kleine regionale Institute.
Wenn man sich die Zeitungsmeldungen sowie diverse Analysteneinschätzungen vom Jahresanfang ansieht, ist eigentlich wenig von den Horrorszenarien übrig geblieben. Was lernt man also daraus? Angekündigte Krisen finden in der Regel nicht statt!
Oder doch? War das noch nicht alles? Kommt das dicke Ende vielleicht noch? Ein Deutscher Kunde hat mir gestern gesagt, dass in Deutschland noch nie so viele Menschen in Kurzarbeit waren und die Arbeitslosenzahlen 2010 auf über 6 Mio. Arbeitslose geschätzt werden. Darüber möchte man jedoch vor der Bundestagswahl nicht breit in der Öffentlichkeit diskutieren.
Die Wirtschaftsdaten sind zwar langsam wieder im Aufwärtstrend, doch die Nachhaltigkeit ist fragwürdig, denn es könnten auch die kurzfristigen Auswirkungen der staatlichen Unterstützungspakete sein, die den Datenkranz beeinflussen. Es ist daher Vieles noch nicht klar und zahlreiche Investoren ziehen Vergleiche zu historischen Krisen. Dabei ist auffallend, dass beispielsweise 2003 mit der Trendwende in den Aktienmärkten auch die Gewinne der Unternehmen anstiegen. Dies ist allerdings von März bis August 2009 nicht der Fall. Hier sind die Gewinne pro Aktie sogar rückläufig, während der Aktienmarkt weltweit rund 40 % zulegte.
Investoren sollten daher sehr vorsichtig agieren und das Gebot der breiten Streuung des Portfolios auf alle Fälle berücksichtigen.
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Herr Bernanke - was kommt nun? |
Ben Bernanke, Chef der amerikanischen Notenbank, hat sich in seiner akademischen Laufbahn vorwiegend mit der Weltwirtschaftskrise in den 30-er Jahren, die durch eine Bankenkrise ausgelöst wurde, beschäftigt. Jetzt ist es an der Zeit, die Lehren aus der „Theorie“ in die Praxis umzumünzen und die Vorraussetzungen dafür zu schaffen, dass die amerikanische Wirtschaft das Tal der Tränen möglichst rasch hinter sich lässt.
Die Fed hat mit Zinssenkungen die Geldschleusen geöffnet und den Markt wahrlich mit Geld überschüttet. Die expansive Notenbankpolitik zeigt nun schön langsam ihre Wirkung. Einige Frühindikatoren deuten bereits an, dass das Ende der Rezession absehbar ist und die US-Wirtschaft im 2. Halbjahr 2009 bereits wieder ein positives Bruttoinlandsprodukt aufweisen wird. Soweit so gut - aber wie geht’s jetzt weiter?
Die Notenbanker haben in ihrer jüngsten Sitzung bereits angekündigt, an der „Nullzinspolitik“ festzuhalten. Die Terminmärkte antizipieren für April 2010 die erste Erhöhung der Leitzinsen um 25 Basispunkte. Die Erholung der Wirtschaft wird aber von den Währungshütern noch skeptisch beobachtet. Damit lassen sie sich von den sukzessive nach oben revidierten Konjunkturprognosen vieler Volkswirte nicht anstecken. Die Fed stört vor allem, dass die Investitions- und Konsumnachfrage nach wie vor nicht anspringt. Der amerikanische Konsument zeichnet sich bekanntlich für rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung verantwortlich. Ohne sein Zutun ist eine nachhaltige Verbesserung der wirtschaftlichen Situation nicht wahrscheinlich. Und da spielt vor allem die angespannte Situation am amerikanischen Arbeitsmarkt eine wesentliche Rolle. Die Arbeitslosenrate ist bekanntlich so hoch wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr. Laut dem gewerkschaftsnahen Economic Policy Institute kommen 5,8 Arbeitslose auf eine offene Stelle. Zudem ist die Kapazitätsauslastung aktuell auf unter 70% - der Schluss liegt also nahe, dass die Unternehmen noch über genügend personelle Ressourcen verfügen und daher gegenwärtig eher Mitarbeiter abbauen als einstellen.
Ben Bernanke hat aber auch angekündigt, langsam den Ausstieg aus der Politik der quantitativen Lockerung einleiten zu wollen. Im Jahr 2009 hat die Fed den Märkten 742 Milliarden USD zur Verfügung gestellt, um die Wirtschaft anzukurbeln. Im Falle eines Aufschwunges führt diese Politik aber unweigerlich dazu, dass die Inflation angeheizt wird - ein Szenario, dass die Notenbanker unbedingt vermeiden wollen. Im ersten Schritt hat die Fed nun angekündigt, nur mehr bis Ende Oktober Staatsanleihen aufzukaufen und damit dem Markt sukzessive Geld zu unterstützen.
Sollte die Fed nun zu früh ihren Kurs wieder verlassen, droht das Konjunkturpflänzchen zu verwelken. Wenn man allerdings zu lange an einer expansiven Geldpolitik festhält, scheinen hohen Inflationszahlen unausweichlich. Ich bin schon gespannt, ob Ben Bernanke der Spagat gelingen wird …
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Ist die Unternehmensbewertung über Börsenkurse sinnvoll? |
Für die Bewertung von Unternehmen (vor allem in den Bilanzen) werden in der Regel die Börsenkurse herangezogen. Diese entsprechen nach landläufiger Meinung dem offiziellen Wert des Unternehmens. Doch wie kommen diese Börsenkurse zustande? Der Kurs einer Aktie an der Börse ist jener, an welchem sowohl das Angebot als auch die Nachfrage gleich hoch sind. Das bedeutet jedoch, dass hier die Kursbildung und somit die Ermittlung des Unternehmenswertes rein nach Angebot und Nachfrage erfolgt und nicht nach Kennzahlen oder Fundamentaldaten.
Natürlich richtet sich das Angebot und die Nachfrage ebenso nach diesen Kriterien. Jedoch passiert dies in einer sehr individuellen Art und Weise. Wenn beispielsweise ein Stahlbauunternehmen einen Stahllieferanten kaufen möchte kann dies für diesen zu einem wesentlich höheren Preis sinnvoll sein, als beispielsweise für einen Rohstofffonds. Die Bewertung des Unternehmens ist daher streng individuell.
So verhält es sich jedoch auch mit Analysen von Finanzanalysten. Wenn sie ein Unternehmen von mehreren Analysten bewerten lassen, dann werden sie mehrere Unternehmenswerte erhalten. Welcher ist also der wahre und echte Unternehmenswert? Jener der in der Bilanz steht? Dieser repräsentiert jedoch das vergangene Jahr und berücksichtigt keine zukünftigen Ereignisse. Außerdem lässt auch die Bilanzierung gewisse Freiheiten zu, welche die Bewertung zudem erschweren.
Es ist daher müßig, sich darüber zu unterhalten was ein Unternehmen nun wirklich wert ist, da dies sehr individuell ist. Es gibt jedoch auch kein besseres System als die Börsenkurse für die „offizielle“ Unternehmenswertermittlung heran zu ziehen, da diese „Bewertung“ unter Einbeziehung aller Marktteilnehmer erfolgt.
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Steigen Sie aus dem Hamsterrad |
Gerade in krisenhaften oder herausfordernden Zeiten hört man gerne die Aussagen wie „Bisher waren unsere Wege immer erfolgreich…“ oder „Unsere Erfahrung sagt uns den bisherigen Wegen treu zu bleiben…“ oder ähnliche Ausreden um mangelnde Erfolge zu rechtfertigen. Letztendlich gehen diese Unternehmen oder Personen nur ausgetretene Pfade, weil sie Veränderung scheuen oder einfach ideenlos und unflexibel sind.
Wirklich erfolgreiche Führungskräfte oder Unternehmen erfinden sich laufend neu in dem sie „zero based thinking“ betreiben, also laufend alles grundsätzlich überdenken und neu bewerten. Sie stellen sich die wichtige Frage: „Würde ich irgendetwas von dem was ich jetzt tue und mit dem Wissen, daß ich jetzt habe jetzt nicht mehr tun?“ Oder noch konkreter: „Welche Einkaufsentscheidung hätte ich mit meinen jetzigen Wissen nicht getätigt?“ oder „Welchen Mitarbeiter hätte ich nicht eingestellt?“ oder „Welches Projekt/welchen Partner, hätte ich mit meinem jetzigen Wissen nicht gewählt?“
Sollte Sie dabei zur Erkenntnis kommen, daß man diese Entscheidung so nicht getroffen hätte, dann muss man auch den Mut haben dies zu beenden und von Neuem beginnen. Zur Verdeutlichung für diese notwendige Entscheidung stellen Sie sich folgende Situation vor:
Ihr Unternehmen hat ein Team von Mitarbeitern und einen eigenen Bürostandort. Eines Morgens kommen Sie zur Arbeit und das Büro ist zur Gänze niedergebrannt, alle Mitarbeiter sind zwar unversehrt, aber alle Geschäftsunterlagen sind vernichtet. Nun stehen Sie mit Ihren Mitarbeitern auf der Strasse und starren auf die glimmende Asche und die Überreste Ihres Unternehmens. Plötzlich bekommen Sie das Angebot, genau gegenüber auf der anderen Straßenseite ein neues Büro zu beziehen - würden Sie nun alles genauso wieder aufbauen? Würden Sie wieder genau die gleichen internen Abläufe wählen? Würden Sie wirklich alle Arbeitsplätze wieder gleichwertig besetzen? Überlegen Sie ehrlich…
Also nutzen Sie diese gelesenen Worte und die darin enthaltene Erfahrungen, jetzt kurz inne zu halten im gewohnten „Hamsterrad“ und fragen Sie sich: „Was würde ich bei einem Neustart anders machen?“ Und dann ändern Sie es jetzt!
Nutzen Sie auch diese Zeilen um sich umzusehen, wer in Ihrem Umfeld, welcher Ihrer Dienstleister ist auch flexibel genug um mit Ihnen mitzuwachsen. Trennen Sie sich von Partnern, die so agieren wie immer und suchen Sie Nähe von Anbietern, die laufend beweisen, daß „zero based thinking“ zu deren Maxime gehört. Nur solche Dienstleister richten sich laufend an den Kundenbedürfnissen aus um auch in Zukunft immer zu den Besten ihrer Profession zu gehören - wir bemühen uns jedenfalls…
Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: michael.mueller@securitykag.at
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Neues Spiel, neues Glück! |
Die Finanzkrise hat die Karten neu gemischt, was vorher oben war, kann nun ganz unten sein im Stapel, Herz sticht wieder Pik, die Joker sind bereits verbraucht, die Asse sind ohnehin unauffindbar und die Spielregeln wurden grundsätzlich jedem neu erklärt.
Wie nach einem fertig gespielten Spiel wurden alle Karten auf den Tisch geschmissen und nach längerer Zeit des ungeschickten Mischens der Karten, am Tisch mit beiden Händen, so wie die Kinder das tun, werden Sie nach umständlichem Austeilen (da nicht gleich klar war, wer noch mitspielen darf), langsam wieder ausgegeben. Bei manchen Mitspielern wurde bereits wieder ausgetauscht, abgelegt und neue Karten gezogen.
Man beginnt sich neu zu konzentrieren, manchem Spieler sind die Spielregeln völlig fremd geworden. Auch diese haben über Jahre gut mitgespielt, sich nur bisher so selten an Spielregeln gehalten, dass sie diese nun mühsam neu erlernen müssen. Das hemmt den kompletten Spielverlauf, auch für jene, welche die Spielregeln genau kennen und immer streng danach gespielt haben. Denn sie müssen nun ständig das Spiel und seine Regeln erklären. So zum Beispiel, dass man nicht mehr Karten als vorgesehen nehmen darf, und schon gar keine Karte vorher markieren darf. So wie über lange Zeit markiert wurde, damit man genau erkennt, wann man eine bestimmte Karte nimmt oder besser liegen lässt. Insidertrick nennt man diesen Kartenbetrug und er ist nur einer von vielen, der das Spiel immer mehr in eine halsbrecherische Tempofahrt bei schlechter Sicht verwandelt hat. Karte, Einsatz, Bluff, alles oder nichts, gewonnen, verloren, so viel, so schnell, da kam keiner mit dem zählen nach. Ja, man wusste oft gar nicht mehr, wer jetzt genau wie viel hat und wie viel Einsatz gerade zu gewinnen war. Viele gute Spieler haben sich übernommen und sitzen nun noch immer, aber schmucklos und depressiv, am Tisch. Die Spielbank hat Ihnen auf Grund Ihres Rufes als verwegene Haudegen einer besseren Zeit des Kartenspiels großzügig Kredit gewährt. Das war ein schöner Zug von der Spielbank, ehrlich! Das Spiel wäre einfach nicht mehr dasselbe gewesen ohne die großen Alten. Alles vergeben und vergessen, das nahezu bösartige Ausnützen einer jeden Schwäche des Gegners ist so weit weg wie der Mond. Einfach nur das Spiel wieder lernen und weiter nach den Assen suchen dürfen - nur das wollen sie heute, die Haudegen von früher.
Ach ja! Ein großer Alter ist schon lange nicht mehr am Spieltisch gesessen, der muss nämlich woanders sitzen. "Warum eigentlich?", fragt ein anderer großer Alter des Spiels. Da blicken einige beschämt aber intensiv in ihre gar nicht so guten Karten und konzentrieren sich noch mehr auf die mühsam neu zu erlernenden Spielregeln
Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: poechinger@previo.at
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Wir sind alle Kunden und haben nur das Beste verdient |
Ich lade Sie ein zu einem kleinen Spiel - lehnen Sie sich kurz zurück und folgen Sie meinen Gedanken. Beantworten Sie sich ehrlich die folgenden Fragen und ich verspreche Ihnen, dass Sie manches danach anders sehen und bewerten werden. Los geht´s:
Denken Sie an den heutigen oder einen der vergangenen Tage zurück, an dem Sie mehrere persönliche Kontakte mit der Außenwelt hatten. Wer ist Ihnen aller begegnet? Wen haben Sie auf der Strasse am Weg zur Arbeit aller gesehen? Egal ob am Weg zum Auto oder zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Sie haben dabei sicher mehrmals Augenkontakt mit anderen Menschen gehabt. FRAGE 1: „Wie oft oder wie selten wurden Sie freundlich angesehen oder gar angelächelt?“
Später haben Sie den ersten echten persönlichen Kontakt gehabt, in dem Sie zum Beispiel ein Geschäft betreten haben (Zeitung, Zigaretten, Frühstück etc.). FRAGE 2: „Wie freundlich oder abschätzig wurden Sie vom Servicepersonal behandelt?“ Gehen wir gemeinsam weiter, denn nun betreten Sie Ihren Arbeitsplatz, daher die FRAGE 3: „Wie wurden Sie empfangen, an jenem Platz an dem Sie die meisten Stunden des Tages verbringen?"
Wenn Sie Lust haben, können Sie dieses Spiel noch weiterführen in dem Sie überlegen wie man Ihnen in der Freizeit begegnet. Im Lokal beim Essen oder Trinken, beim Sport, im Kino usw. Immer werden Sie zu einem ähnlichen Ergebnis kommen, dass Sie sich letztendlich dort am wohlsten fühlen, wo man sich freut Sie zu sehen. Daher suchen Sie privat und beruflich - bewusst oder unbewusst - auch immer nur die Gegenwart oder Beziehung zu Menschen, von denen Sie den Eindruck haben, dass diese Ihnen wohl gesonnen sind und nur das Beste für Sie im Sinn haben.
Dies ist hoffentlich auch der Grund warum Sie diesen Blog lesen, denn Sie spüren hoffentlich instinktiv dass der Autor nur Gutes mit seinen Worten im Schilde führt. Schon öfters haben Sie vielleicht auch davor diese Internetseite angewählt, weil Sie auch in der Vergangenheit Interessantes darauf entdeckt haben. Ich möchte Sie motivieren, auch alle Ihre geschäftlichen Handlungen zukünftig nach diesem Prinzip auszurichten: „Positives zieht Positives an!“
Zahlen und Daten sind wichtig, aber noch wichtiger - gerade in Finanz- & Geschäftsangelegenheiten - ist das „Bauchgefühl“. Arbeiten Sie nur mit Menschen oder Institutionen, von denen Sie den ehrlichen Eindruck haben, dass diese es gut mit Ihnen meinen und Sie auch tatkräftig unterstützen wollen. Wo es vordergründig nicht um „Abzocke“ oder den schnellen Gewinn, sondern um die Erfüllung der Kundenwünsche und Nutzen stiften im Sinne einer partnerschaftlichen Beziehung geht.
Wir bemühen uns jedenfalls täglich, Ihnen dieses Gefühl zu vermitteln, denn „wir sind nur dann erfolgreich, wenn Sie es auch sind!“
Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: michael.mueller@securitykag.at
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Aus den Augen, aus dem Sinn |
Nach längerer Atempause überraschte mich gestern ein Artikel in der Online Ausgabe vom Standard mit dem Thema: „Liechtenstein verhandelt mit Deutschland“. Dieser dreht sich um den Versuch Liechtensteins, einen Kompromiss in Punkto Transparenz in Steuerfragen mit Deutschland zu finden. Während sich die Regierungen dieser Welt vor einigen Monaten noch über den Bedarf groß angelegter Reformen einig waren - nicht nur zu Fragen von Steuerschlupflöchern - verschwinden diese Themen mit Erholung der Börsen in Windeseile in Vergessenheit. Dabei wären offene Diskussionen über das weitere regulative und wirtschaftliche Vorgehen der Staaten nach wie vor von Nöten. Schließlich reißt die Krise große Löcher in die Staatshaushalte und das Stopfen dieser wird wohl nicht durch den anstehenden wirtschaftlichen Boom möglich sein.
Denn dass auch die prosperierendsten Staaten einmal vor dem Bankrott stehen können, sollte uns die Geschichte gelehrt haben. Ich hoffe also auf ein vernünftiges Konzept, welches über den Tellerrand alias Verinflationierung hinausblickt, bin aber wenig optimistisch.
Zu diesem Thema darf ich Ihnen auch die Ausgabe SPIEGEL GESCHICHTE 4/2009 empfehlen, die sich auf kurzweilige Art mit Anekdoten und Geschehnissen aus dem Bereich Finanzen beschäftigt, von welchen man in der Branche wohl zumindest gehört haben sollte.
Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: stefan.winkler@securitykag.at
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Analysten revidieren die Kursziele sukzessive nach oben … |
Die Rallye an den Finanzmärkten dauert nun schon mehrere Monate. Gerade als Aktienfondsmanager ist es ein wahrer Genuss, vor den meist zweistelligen Prozentzahlen wieder ein Plus zu erblicken. Die großen Investmentbanken und Broker fühlen sich von dieser Stimmung ebenfalls angesteckt und revidieren ihre Kursziele sukzessive nach oben. Goldman Sachs, eine der wenig „überlebenden“ Investmentbanken, hob beispielsweise das Kursziel bis Jahresende für den S&P 500 auf 1060 Punkte an. Die Anhebung des Kursziels datiert vom 20. Juli 2009. Der Indexstand zum damaligen Zeitpunkt ist 940 Punkte. Bei einem Eintreffen der Prognose würde das einen Ertrag von knapp 13% bis Ende des Jahres entsprechen und den Aktionären damit ein zufriedenes Lächeln auf die Lippen zaubern. Die Empfehlung der Investmentbank hat sich k u r z f r i s t i g als goldrichtig erwiesen - das ist unbestritten.
Nachdem der S&P 500 mittlerweile bei ca. 1000 Punkten notiert, ist bereits die Hälfte der angestrebten Kurssteigerung innerhalb weniger Tage passiert. Der Analyst steht jetzt vor einer schwierigen Entscheidung und könnte sich denken: „Ich bin bullish und glaube, dass die Aktienkurse weiter nach oben gehen werden. Der Trend ist intakt. Mein veröffentlichtes Kursziel ist allerdings schon beinahe erreicht. Wie könnte ich eine weitere Anhebung des Kurszieles glaubhaft erklären?“.
Die Kursprognosen basieren im Regelfall auf fundamentalen Bewertungsmodellen. In der Vergangenheit war sehr oft zu beobachten, dass die Kursziele gerade in steigenden Märkten sukzessive nach oben geschraubt werden. Nur stellt sich für mich die kritische Frage: „Ende Juli hat bereits ein Großteil der S&P 500 Unternehmen ihre Quartalsbilanzen vorgelegt. Was hat sich innerhalb der letzten 10 Handelstage so massiv geändert, dass eine Anhebung der Kursziele gerechtfertigt wäre?“
Es ist mir bewusst, dass die Märkte nicht vorhersehbar sind und eine seriöse Kursprognose meiner bescheidenen Meinung nach nahezu unmöglich ist. Wahrscheinlich ist es daher nur allzu menschlich, dass sich die Einschätzung vieler Analysten analog Kursverlauf ändert. Dabei wären wirklich mutige Kollegen dieser Zunft, die faire Bewertungen unabhängig des aktuellen Kursniveaus ermitteln, eine echte Bereicherung. Das Problem ist nur, dass man nur eine ausgesprochen kurze Überlebensdauer hat, sofern man falsch liegt. Das bekam der zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehr geschätzte Warren Buffet in den späten 90-er Jahren zu spüren, als er bereits frühzeitig die Überbewertung der Technologieaktien erkannte. Das Problem war nur, dass im Zuge der Internet-Bubble die Kurse in exorbitante Höhen stiegen und Warren Buffet mit seinem Value Ansatz eine deutliche Underperformance hinnehmen musste. Ich bin schon gespannt, wie lange es dauern wird, bis Goldman Sachs die Kursziele wieder nach oben schraubt …
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