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Sommerplagen |
Überschwemmungen, Gewitter und Gelsen - dies hat uns der Sommer bislang beschert. Doch das ist nicht alles; die „innovativen“ Veranlagungen sind wieder im kommen.
Wie kann man risikolos auch in Krisen attraktive Renditen erwirtschaften? Oft wird diese Frage anhand von fein ausgearbeiteten Hochglanzpräsentationen beantwortet, als handle es sich nur um eine Lücke im Investmentuniversum, die einfach noch keiner gefunden hat. Wenn man sich intensiver mit derartigen Konzepten beschäftigt, ist sehr oft schon im Voraus abschätzbar, wie werthaltig die Versprechen sein werden, die gegeben wurden.
Doch auch mit Hausverstand ist oft sehr einfach Realistisches vom allzu Optimistischen zu unterscheiden.
Dabei reicht es meist sich selbst zwei Fragen kritisch zu beantworten: „Verstehe ich im Detail, was mit dem Geld geschieht? und, ganz wichtig - „Warum machen das nicht alle?“. Gehen Sie besser dabei nicht davon aus, dass die Masse der Investoren blind ist und seien sie immer skeptisch.
Wir haben uns dem Kredo verschrieben nur zu kaufen, was wir verstehen. Der Nutzen, den wir ihm zuschreiben können, ist es Wert es Ihnen zu empfehlen.
Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: stefan.winkler@securitykag.at
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Sind Sie Profi oder Amateur? |
Können Sie nur durch Zusehen einen Profi-Golfer oder Tennis-Spieler von einem Amateur unterscheiden? Spüren Sie persönlich den Unterschied, wenn Sie die eigenen Sanitär-Installationen reparieren müssen oder eine EDV-Netzwerk einrichten wollen - und lassen dann den Professionisten an die Sache ran? Weitere drastische Beispiele, wie eigene Zahnbehandlung oder Blinddarm-Operation erspare ich Ihnen…
Sehen Sie, genau diesen Blick hat auch Ihr Kunde auf Sie - beim Thema Finanzberatung. Erkennt er in Ihnen den Profi oder eher einen bemühten Amateur? Was ist der Unterschied? Ganz einfach: Wissen, Erfahrung und Routine. Was davon haben Sie? Sie müssen alle drei Tools beherrschen…
WISSEN - In Ihrer Materie müssen Sie sich auskennen, wie kein Anderer. Sie kennen jeden Winkel Ihrer „Werkstatt“, jeder Finesse des „Motors“, jede mögliche auftretende „Tücke“ überrascht Sie nicht, sie wissen sogar wie man diese vermeidet. Zusätzlich sind sie in der Lage Ihr Wissen so weiter zu geben, daß es auch Laien (=Kunden) verstehen.
ERFAHRUNG - Sie haben schon viele unterschiedliche Situationen und Facetten Ihres Geschäftes erlebt und haben von vielen anderen gehört oder gelesen, so daß Ihnen niemand ein X für ein U vormachen kann. Sie kennen alle Entscheider oder wichtigen Ratgeber zu diesem Thema und können auf deren Expertise notfalls zurückgreifen. Sie haben aus eigenen oder fremden Fehlern der Vergangenheit gelernt und können auch dieses Wissen sinnvoll und ertragreich einsetzen.
ROUTINE - Alle was bei Ihrem Thema zu tun ist, haben Sie schon x-fach praktiziert. Zuerst im Trockentraining und dann in der jahrelangen Praxis. Sie finden mit einer selbstverständlichen Sicherheit alle Hilfsmittel und setzen diese mit Ruhe und Gelassenheit ein. Sie lassen sich durch nichts und niemanden aus der Ruhe bringen, denn Sie wissen verlässlich was, wann, wie zu tun ist.
Ein bekannter Trainer hat einmal festgestellt, daß ein echter Profi seine Sache mindestens 10.000mal praktiziert haben muss um sich auch guten Gewissens so zu nennen. Liest sich das viel für Sie? Nur zur Information: Tiger Woods, einer der besten Golfer, schlägt genau so viele Bälle - wöchentlich! Deshalb ist er auch der Beste in seiner Profession.
Was können wir daraus lernen? Suchen Sie sich alle Informationen zu Ihrem Thema, die Sie bekommen können. Lesen Sie, fragen Sie Andere um Rat und trainieren Sie. Einmal? Zweimal? Nein, täglich, immer wieder - entweder mit dem Kunden, mit Kollegen oder alleine vor dem Spiegel. Egal, tun Sie es einfach - nur so werden Sie ein echter Profi und dann auch als solcher anerkannt und bezahlt…
Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: michael.mueller@securitykag.at
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Die Macht des japanischen Pensionsfonds schwindet … |
Wussten Sie, dass der größter Staatsfonds weltweit der japanische Government Pension Fund (GPIF) ist? Und noch dazu mit großem Abstand. Der GPIF verwaltet die Reserven der Volksrenten- und Angestelltenkasse. Alles in Allem werden rund 920 Milliarden Euro verwaltet. Der zweitgrößte staatliche Pensionsfonds ist „überraschenderweise“ der norwegische Government Pension Fund Global. Der chinesische Staatsfonds CIC verwaltet beispielsweise nur rund ein sechstel des GPIF-Volumens.
Japans Pensionsfonds ist auch an den nationalen und internationalen Aktienmärkten tätig. Aufgrund seiner Größe ist er durchaus in der Lage, Aktienkurse und Indizes zu beeinflussen. Im jüngsten Bericht gab der GPIF an, in den einzelnen Portfolios per Ende März japanische Aktien in der Höhe von 110 Milliarden Euro bzw. internationale Aktien im Volumen von 86 Milliarden Euro zu verwalten.
Durch die Finanzkrise hat der japanische Staatsfonds auch das zweite Jahr in Folge einen Verlust hinnehmen müssen. Im Berichtszeitraum 2008/2009 verlor er rund 10% - im Vorjahr musste das Portfolio einen Verlust von etwas mehr als 6% hinnehmen. Besonders bitter ist, dass in den letzten beiden Jahren sämtliche erwirtschafteten Gewinne seit 2001 aufgezehrt wurden. Die Zielrendite von 3,2% konnte damit langfristig bei weitem nicht erreicht werden.
Rund 60 Mitarbeiter sind mit der Verwaltung des Vermögens betraut. Interessanterweise gehören keine Fondsmanager dem Team an, da das Management an diverse Anbieter ausgelagert wird. Die Musterportfolios setzen sich folgendermaßen zusammen:
67% Staatsanleihen Japan
11% japanische Aktien
9% ausländische Aktien
8% ausländische Anleihen
5% Geldmarktveranlagungen
Durch die „starren“ Portfoliovorgaben ist der GPIF ein Stabilisator in Bärenmärkten, da die Aktienquote konstant gehalten werden muss. Alleine zwischen Oktober 2008 und März 2009 zeichnet sich der Staatsfonds laut Berechnungen von Nomura für 30% - 50% der Nettokäufe japanischer Aktien verantwortlich. Dadurch trug der GPIF erheblich dazu bei, dem Markt mit entsprechender Liquidität zu unterstützen und den Kurssturz etwas abzumildern.
Der Einfluss des japanischen Staatsfonds dürfte allerdings etwas schwinden, da man ab diesem Jahr kein frisches Kapital aus staatlichen Sonderreserven mehr erhält und zudem die Rentenauszahlungen beginnen. Im Rechnungsjahr 2009/2010 werden die Auszahlungen rund 4,1 Billionen Yen - das sind rund 3,5% des Gesamtvolumens - betragen. Der Druck auf den Staatsfonds dürfte damit weiter ansteigen …
Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: josef.obergantschnig@securitykag.at
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Investmententscheidungen und die Kunst des billigen Tankens |
Ich war diese Woche in Salzburg auf Terminen unterwegs. In der Alpenstraße ist mir dann sofort die erste Tankstelle aufgefallen. Diesel 0,874 EUR, Super 0,993 EUR etc. Zunächst einmal war ich äußerst skeptisch und bin dann weiter gefahren. Als dann auch noch eine OMV Tankstelle mit denselben Preisen warb, dachte ich mir doch, man sollte sich dies ansehehen.
Also fuhr ich hin, nach wie vor skeptisch. Vielleicht muss man bei Inanspruchnahme des Angebote sich noch für 120 Monate an einen Handytarif binden oder man muss einem Autofahrerclub beitreten etc. Ich beobachtete das Geschehen und konnte nichts Verdächtiges feststellen. Also tankte ich einmal das Auto voll und ging dann zur Kassa. Alles normal!
Da verkauft jemand Benzin billiger als der Marktpreis. Denn in Anif war der Preis wieder ein ganz anderer. Warum macht der das ja wohl. Es muss ja doch ein tieferer Sinn dahinter stecken. Mildtätigkeit wird es, gerade in der Mineralölbranche, sicher nicht sein.
An den Märkten habe ich gelernt, mit einer gewissen Skepsis solchen Produktangeboten zu begegnen. Vieles, was auf den ersten Blick als sehr vorteilhaft und "günstig" erscheint, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen sogar als das Gegenteil. Denken wir nur an die unzähligen Fondspolizzen, welche mit strukturierten Produkten vollgepflastert sind und die Kunden nun auf die nächsten 10 Jahre gerade mal eine Geldmarktverzinsung erhalten. Hier hätte sich durchaus ein zweiter Blick ausgezahlt.
Als mein Auto also nach 10 km ganz normal weiter fuhr und der Benzin scheinbar wirklich normaler handelsüblicher Sprit zu sein schien, war ich beruhigt. Es war in diesem Fall also kein Haken dran und die Salzburger Tankstellenbetreiber versuchen mit billigen Preisen die Wirtschaft anzukurbeln (oder sonst irgendwas). Trotzdem werde ich bei der Beurteilung von Investmentprodukten weiterhin skeptisch bleiben. Man weiß ja nie.
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Der Ankauf von Covered Bonds |
Nachdem schon lange angekündigt, wurde nun mit dem Ankauf von besicherten Anleihen seitens der europäischen Zentralbanken begonnen. Bekannterweise wird ein Großteil des ausstehenden Volumens von den einzelnen Zentralbanken der Mitgliedsländer angekauft, nur 4,8 der 60 Mrd. EUR erwirbt die EZB selbst.
Experten erwarten, dass das Ankaufprogramm entsprechend der Anteile der Nationalbanken am Kapital der EZB aufgeteilt wird und - die einzelnen Länder wohl tendenziell im eigenen Pool fischen werden.
Wenn man dies mit den Volumina der Jumbomärkte der einzelnen Länder vergleicht, fällt auf, dass z.B. Italien oder Finnland ein diesbezüglich sehr großes Paket ihr Eigen nennen. Im Falle Italiens wäre sogar das Gesamtemissionsvolumen überschritten.
Bevor man jedoch spekuliert, dass hier merkbare Auswirkungen auf die Preise der Jumbopfandbriefe zu erwarten sind, sollte man sich vor Augen führen, dass wohl einerseits Neuemissionen und andererseits auch über das ganze Jahr verteilt gekauft werden wird. Außerdem dürfen auch kleinere Emissionen gehandelt werden.
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Aktionäre sind böse... |
Schlägt man aktuell die Wirtschaftsteile der Medien auf, ist man zwangsläufig mit dem "Theater" um die AUA konfrontiert. Einerseits liest man immer wieder von einem Verscherbeln des Tafelsilbers, dann wieder über die Gier der Aktionäre die via Dividendenforderungen Unternehmen in den Abgrund reißen (vielleicht eine etwas drastische Formulierung, aber sie trifft ziemlich genau die Meinung mancher Populisten...)
Aber gerade das Beispiel AUA zeigt, dass Aktionäre oft auch als Melkkühe herhalten. Die letzte Dividende wurde von der österreichischen Fluglinie nämlich im Jahr 2001 (!!!) bezahlt, dh. seit diesem Zeitraum hat ein Aktionär auf ein Investment eine Nullverzinsung. Hingegen waren die Aktionäre in diesem Zeitraum zwei Mal via Kapitalerhöhung bereit, der AUA frisches (zum Überleben notwendiges und nicht für eine Expansion gedachtes) Geld zu Verfügung zu stellen. Ohne dieses frische Kapital hätte die AUA längst eine unternehmerische Bruchlandung hingelegt...
Vielleicht sollte so eine Sichtweise auch in den Medien Erwähnung finden, da ich glaube, dass es der Wirtschaftskultur in Österreich nicht schaden würde...
Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: manfred.zoehrer@securitykag.at
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Nehmen Sie Haltung an! |
Ihre Kunden suchen einen starken Partner dem sie vertrauen können. Jemand mit Rückrat und Durchhaltevermögen - also einen LEADER, einen Führer der sie an der Hand nimmt und den Weg aufzeigt. Dazu benötigen Sie Haltung!
Erfolgreiche Persönlichkeiten besitzen immer Haltung, und zeigen damit sowohl ein inneres als auch eine äußeres „Rückgrat“: Die innere Haltung zeigt sich in dem Sie eine Meinung haben, diese vertreten und auch verteidigen - Sie stehen für Etwas! Nicht sofort beim ersten Widerstand ihre Position aufgeben, allerdings nicht starrsinnig bei einer Position bleiben, auch wenn diese schon objektiv obsolet geworden ist.
Eine klare Haltung kann man auch beweisen, wenn man sich durch gute Argumente überzeugen lässt und Lernbereitschaft demonstriert. Aussagen wie „Ihre Argumente haben mich überzeugt ...“ oder „Ich habe mich geirrt und kenne jetzt den richtigen Weg ...“ sind keine Zeichen von Schwäche - im Gegenteil sie demonstrieren Stärke und Selbstbewusstsein.
Die äußere Haltung ist meist ein Spiegel der inneren Befindlichkeit oder wie denken Sie über Personen die Ihnen in gebückter Haltung entgegentreten, nur nervös herumschauen und fahrig und hektisch agieren. Glauben Sie dieser Person, wenn er/sie sagt: „Vertrauen Sie mir ...“?
PRAXIS-ÜBUNG I: Seien Sie innerlich und äußerlich standfest, so das wenig sie „umwerfen“ kann: Stehen Sie gerade, die Füße stehen schulterbreit am Boden, das Gewicht ist gleichwertig verlagert. Ihre Schultern sind nach hinten gezogen und Ihr Brustkorb schaut leicht nach oben. Ihr Kopf ist aufrecht - Sie stellen sich ganz einfach an der Spitze des Kopfes und in der Mitte des Brustkorbes eine „Marionettenschnur“ vor und ziehen (gedanklich) an dieser. Jetzt stehen Sie richtig aufrecht, auch wenn diese Haltung im ersten Moment unnatürlich und anstrengend erscheint.
PRAXIS-ÜBUNG II: Vielleicht sitzen Sie gerade, dann strecken Sie Ihr Rückgrat durch, Schultern zurück und Brustkorb leicht nach oben jetzt sitzen Sie aufrecht und aktiv - so können Sie mehrere Stunden arbeiten ohne schnell zu ermüden. Als Vergleich fallen Sie jetzt in Ihre gewohnte Sitzposition zurück und erkennen wie „gekrümmt“ und „zusammengesunken“ sie sich jetzt fühlen. So wollen Sie "Haltung" bewahren ?
In dieser Körperhaltung (Sitzen oder Stehen) klingt auch Ihre Stimme anders: sicher, stärker, kraftvoller und ein wenig tiefer. Immer wenn Sie das Bedürfnis haben „zurückzufallen“, sagen Sie sich NEIN und richten sich auf, solange bis es zur Gewohnheit geworden ist. Jetzt sind Sie ein LEADER...
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Credit-Default-Swaps - die neue Wunderwaffe gegen Staatspleiten? |
Im Zuge der Finanzkrise sind die Budgetdefizite der Staaten rund um den Globus deutlich angestiegen. Eine Verschlechterung der Haushaltsbilanz einzelner Länder ist die logische Konsequenz dieser Entwicklung. Die Maastricht-Kriterien, die vor allem die Stabilität der europäischen Leitwährung sichern sollen, geraten immer mehr in „Vergessenheit“ und können von vielen Staaten Europas nicht mehr eingehalten werden. Durch diese beängstigende Entwicklung fragen sich viele Investoren, ob man sich gegen den Bankrott eines Staats absichern kann?
Die Investmentbranche ist ja bekanntlich sehr kreativ, wenn es darum geht, neue Produkte zu gestalten bzw. zu kreieren - das wurde uns in den vergangenen Quartalen deutlich vor Augen geführt. Mit sogenannten Credit-Default-Swaps (= CDS’s) kann man sich gegen den Zahlungsausfall eines Emittenten, egal ob es sich um ein Unternehmen oder einen Staat handelt, „versichern“. Der Investor bezahlt eine Art Versicherungsprämie und erhält im Gegenzug vom Emittenten einen Versicherungsschutz bei einem etwaigen Zahlungsausfall eines Unternehmens oder Staates.
Wie man sich vorstellen kann, ist im Zuge der vorherrschenden Unsicherheit das Handelsvolumen der Kreditderivate deutlich angestiegen. Diverse Dienstleister preschen mit eigenen CDS-Indizes auf dem Markt. Dem Investor sollte aber durchaus bewusst sein, dass es sich um keine standardisierten Produkte, wie z.B. Futures oder Optionen, handelt. Das Emittentenrisiko ist daher ein wesentlicher Bestandteil und sollte bei der Investitionsentscheidung zwingend berücksichtigt werden. Wenn man sich beispielsweise gegen den Ausfall der isländischen Kaupthing bei Lehman Brothers „versichert“ hat, erleidet der Investor trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einen Totalverlust, da auch der Garantiegeber selbst nicht in der Lage ist, den ausstehenden Betrag zu begleichen.
Laut dem CDS-Register DTCC beträgt das ausstehende Volumen bei Kreditderivaten aktuell rund 25,2 Billionen USD. Davon entfallen mehr als 55% auf Credit-Default-Swaps, die gegen den Investor gegen den Ausfall eines einzelnen Emittenten versichern. Länder- bzw. Staaten-CDS kam bisher eine untergeordnete Rolle zu, da aktuell lediglich 16% des Gesamtvolumens repräsentieren. Das ausstehende Volumen konzentriert sich vor allem auf folgende Staaten:
Italien: ca. 182 Milliarden USD
Brasilien: ca. 126 Milliarden USD
Spanien: ca. 75 Milliarden USD
Deutschland: ca. 49 Milliarden USD
In den vergangenen Wochen ist das Volumen allerdings deutlich angestiegen. Besonders gefragt waren Kontrakte auf die Türkei, Russland und Kasachstan.
Das offene Volumen entspricht in etwa der jährlichen Wirtschaftsleistung der USA und Europas zusammen. Bei einem Anstieg der Pleiten besteht die Gefahr, dass sich der eine oder andere Emittent von Kreditderivaten „übernommen“ hat und selbst in Zahlungsschwierigkeiten gerät. Das könnte wahre Lawine lostreten. Es bleibt zu hoffen, dass uns dieses Unwetter erspart bleibt …
Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: josef.obergantschnig@securitykag.at
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Teufelskreis Investitionen |
In Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise wird man zunehmend bescheidener. Bezogen auf die Investitionen ist man schon zufrieden, wenn sich diese auf einem konstanten Niveau stabilisieren und nicht zurückgehen. Dieser Kleinmut kann die Krise aber noch zusätzlich verschärfen. Investitionen haben ökonomisch zumindest zwei Effekte. Zum einen sind sie Teil der aggregierten Nachfrage am Gütermarkt und beeinflussen damit das Wirtschaftswachstum - dieser Einfluss wird als Einkommenseffekt bezeichnet. Allgemein gilt der Zusammenhang, dass sich die Produktions- und Einkommensänderung delta-Y aus dem Produkt der Veränderung der Investitionen delta-I und dem Gütermarktmultiplikator 1/s ergibt, wobei s die Sparquote bezeichnet (delta Y= delta I/s).
Zum anderen sind Investitionen mitbestimmend bei der Höhe des Kapitalstocks und legen damit die maximal mögliche Produktionsmenge einer Volkswirtschaft - den Kapazitätsoutput - fest. Unterstellt man eine lineare Produktionsfunktion, dann entspricht die Veränderung des Kapazitätsoutputs, dem Produkt aus Kapitalproduktivität a und Investitionen I (ΔYcap= a*I).. Dieser Effekt der Investitionen wird gleichlautend als Kapazitätseffekt bezeichnet. Sind die Investitionen über die Zeit hinweg konstant, d.h. ΔI=0, dann bleibt das volkswirtschaftliche Einkommen unverändert allerdings steigt der Kapitalstock und damit die maximal mögliche Produktionsmenge. Der Auslastungsgrad des Kapitals, definiert als das Verhältnis von tatsächlicher Produktionsmenge und maximal möglicher Produktionsmenge wird über die Zeit hinweg abnehmen. Im Regelfall werden Unternehmen, die merken, dass ihre Maschinen unausgelastet sind, zukünftige Investitionen zurückschrauben. Die Spirale beginnt sich zu drehen. Der Rückgang der Investitionen verursacht über den Gütermarktmultiplikator eine Abnahme der tatsächlichen Produktionsmenge. Der Kapitalstock wächst allerdings weiter, solange das absolute Niveau der Investitionen noch positiv ist, sodass der Auslastungsgrad der Maschinen weiter sinkt. Nachfolgende Tabelle zeigt, die Entwicklung von Investitionen, Einkommen, Kapazitätsoutput und Auslastungsgrad, wenn am Ende der ersten Periode, die Investitionen als Folge unausgelasteter Kapazitäten, jährlich um 2% fallen. Angenommen wird, dass die Investitionen zu Beginn der Periode den Kapitalstock erhöhen. Die Kapitalproduktivität wird mit 2 angenommen.

Es zeigt sich, dass am Ende der 5. Periode der Kapitalstock nur noch zu 49% ausgelastet ist. Durch den Mangel an Investitionen wird eine Abwärtsentwicklung in Gang gesetzt, die von selbst nicht mehr zum Stehen kommt, d.h. es existieren keine automatischen Stabilisatoren, die den down turn aufhalten. Es bedarf einer Intervention von Außen. Das Beispiel beschreibt recht gut die derzeitige wirtschaftliche Situation. Es herrscht ein Mangel an Investitionen, da die Banken Liquidität bevorzugen und nur sehr spärlich Finanzmittel an die Unternehmen weitergeben. Das Kapitalangebot in Form von Ersparnissen ist ebenfalls zurückgegangen, wegen des massiven Vertrauensverlusts in das Bankensystem. Aufgrund der Finanzkrise und unausgelasteter Kapazitäten bleiben die Investitionen aus, was im zeitlichen Ablauf die Situation immer mehr verschlimmert. Gibt es einen Ausweg aus der verfahrenen Situation. Zwei Dinge scheinen entscheidend zu sein. Zum einen muss sichergestellt werden, dass Banken das ihnen zur Verfügung gestellt Geld an die Unternehmen weitergeben. Da Banken wie andere Unternehmen auch auf Gewinne angewiesen sind, wird früher oder später die Kreditklemme ein Ende haben müssen, da Liquidität keine Erträge bringt. Zum anderen braucht es scheinbar einen investitionsfreudigen Staat, der unter in Kaufnahme eines vorübergehenden Defizits, die Abwärtsspirale unterbricht. Bleiben - durchaus aus rationalen Überlegungen - die privaten Investitionen aus, dann muss der Staat einspringen und durch entsprechende Ausgabenprogramme die Lücke schließen. Passivität und apathische Wirtschaftspolitik führen mangels automatischer Stabilisatoren zwangsläufig zur Katastrophe. Ob die bisherigen Bemühungen der Staaten ausreichend waren, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.
Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: oliver.hann@securitykag.at
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Emotionen bestimmen das wirtschaftliche Handeln |
Im heutigen Blog möchte ich Ihnen einen Link zu einem Artikel aus dem Handelsblatt präsentieren, den ich persönlich für sehr interessant halte und der darstellt, wie irrational der Mensch in wirtschaftslichen Dingen agiert.
Link zum Artikel
Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: manfred.zoehrer@securitykag.at
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