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Josef Obergantschnig

Investmentbanker fliegen wieder …
von Josef Obergantschnig, geschrieben am 30.06.2009 09:09

In den letzten Monaten sind einige große Investmentbanken von der Bildfläche verschwunden. Die Spezies Investmentbanker, die im Zuge der Kreditkrise wie ein sogenannter „Fallen Angels“ gewaltig an Reputation und Ansehen verloren hat, lebt allerdings weiter - soweit die gute Nachricht! Jüngst vermeldete der London City Airport, dass im vergangenen Monat die Zahl der Passagiere, die mittels Privatjet in Londen abhoben oder landeten um unglaubliche 44% angestiegen ist. Begründet kann dieser Anstieg vor allem mit dem steigenden Emissionsvolumen (vor allem im Anleihenbereich) - also dem Kerngeschäft der Investmentbanker - werden.

Barclays hat bewiesen, dass diese Geschäftssparte durchaus satte Erträge abwerfen kann. Lehman Brothers - besser gesagt die rentablen Teile der maroden US-Bank - wurden bekanntlich von der britischen Bank übernommen. Vor wenigen Wochen wurde der Geschäftsbereich „Asset-Management“ gewinnbringend verkauft. Investmentbanking kann also durchaus satte Erträge abwerfen - das hat uns die Vergangenheit gelehrt. Es ist aber auch ein sehr volatiles Geschäft. Verwunderlich ist, dass die Briten trotz der aktuellen Krise nur 40% der Erträge durch traditionelles Bankgeschäft (Retail- und Kommerz) erwirtschaftet werden. An der Struktur der Banken hat sich anscheinend nicht wirklich etwas verändert …

Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: josef.obergantschnig@securitykag.at

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Michael Müller

Die "Extrameile" gesunder Egoisten
von Michael Müller, geschrieben am 29.06.2009 15:31

Wir haben gelernt immer eine „Win-Win“-Situation herzustellen, denn nur so sind Geschäfte wirklich gute Geschäfte. Der Kunde und der Verkäufer müssen beiden einen Mehrwert haben, dann ist der Kauf geglückt. Nur, im Zeitalter der Egoisten interessiert das mittlerweile nicht mehr.

Mal ehrlich - glauben Sie wirklich, daß sich Ihr Kunde wirklich darum kümmert ob auch Sie als Verkäufer einen Mehrwert aus seiner erworbenen Dienstleistung haben? Glauben Sie wirklich, er würde eigens Zugeständnisse machen, nur damit auch Sie noch ertragreich aus diesem Geschäft aussteigen?

Und jetzt zu Ihnen: Wie lange haben Sie ernsthaft gezögert den Mobilfunkbetreiber zu wechseln, nur um ein neues Handy zu erhalten? Wohin schauen Sie zuerst, wenn Sie ein Gruppenfoto vom letzten Event in die Hand bekommen? Auf sich und wie Sie wirken, ob bei Ihnen alles passt - dann erst kommen die Anderen.

GESUNDER EGOISMUS ist auch nichts Verwerfliches - im Gegenteil, er ist sogar notwendig um Erfolg zu haben. Aber gesunder Egoismus bedeutet auch die eigenen Handlungen im Kontext zu meiner Umgebung zu sehen und zu setzen. Es ist daher meines Erachtens legitim den Kunden vom Kauf eines Produktes zu überzeugen, an dessen Kauf er davor gar nicht gedacht hat - so lange es zu seinem Vorteil ist.

Sicher nicht legitim ist die mittlerweile übliche „Beliebigkeit“ im privaten und geschäftlichen Bereich. Nur Wenige sind bereit klare und verbindliche Aussagen zu treffen. Das Zuspätkommen oder Absagen kurz vor dem Anlas, fast schon bei allen einkalkuliert. Die termingerechte Erledigung eine Seltenheit und die Verlässlichkeit eine verlorene Tugend - leider eine Erscheinung des Zeitgeistes im Zeitalter der Egoisten.

Gesunde Egoisten dagegen wissen, was sie wollen und sagen das ihren Kunden auch offen und klar. Genauso sind sie aber auch beriet zur „EXTRAMEILE“ für den Kunden - aus purem Egoismus, denn sie wissen dies wird honoriert und doppelt zurückgezahlt. Der berühmte Ausspruch: „Man muss zuerst Holz in den Ofen geben, bevor er einen wärmt“, sollte vielen ins Stammbuch geschrieben werden.

PROFI-TIPP: Wen kann ich heute mit einer „Extrameile“ überraschen? Den Kunden, den Kollegen, den Lebenspartner? Tun Sie es aus gesundem Egoismus, denn Sie bekommen es oft doppelt zurück…

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Josef Obergantschnig

Erhält die Fed im Zuge der umfassenden Reform noch mehr Macht?
von Josef Obergantschnig, geschrieben am 24.06.2009 19:36

Barack Obama hat die größte und umfassendste Reform des US-Finanzsektors seit der Depression in den 20-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts angekündigt. Ziel ist es, den Finanzsektor genauer zu regulieren und damit die verheerenden Auswirkungen der letzten Jahre weitestgehend ausschließen zu können. Aus diesem Anlass sollen vier neue Behörden geschaffen werden. Die Fed erhält zusätzlich die Kompetenz, alle Unternehmen (auch Nichtbanken), die aufgrund ihrer Größe, Fremdfinanzierung und Vernetzung eine „Bedrohung“ für die finanzielle Stabilität darstellen, zu kontrollieren. Es ist allerdings noch offen, was genau mit „systembedrohend“ definiert werden kann.

Dadurch würde eine sogenannte Super-Notenbank entstehen. Kritiker merken bereits an, dass der Fed zu viele Aufgaben zugeschanzt wurden und aufgrund einer gewissen Regierungsabhängigkeit die Unabhängigkeit der größten Notenbank der Welt in Frage gestellt sei. Historisch gesehen war die Unabhängigkeit der Fed wie beispielsweise im Falle der Europäischen Zentralbank nie genau geregelt.

Es gibt also noch genug Diskussionsstoff, bevor der Kongress Obamas Vorschlag verabschiedet …

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Stefan Winkler

Steuern steuern
von Stefan Winkler, geschrieben am 24.06.2009 14:33

Das österreichische Steuerrecht offenbart sich dem Interessierten meist erst auf dem zweiten Blick. Ist diese Hürde aber geschafft, zeigt sich durchaus Potential, wie durch überlegtes Investment steuerpflichtige Erträge zugunsten steuerfreien bzw. geringer besteuerten Erträgen gemieden werden können.

Dass das nicht selbstverständlich ist, zeigt das Agieren unseres großen Bruders aus dem Nordwesten, der in Punkto Vermögensbesteuerung neue Wege geht. Deutschland befindet sich auf dem Übergang zum Einheitssteuersatz auf alle Erträge und stopft „Steuerschlupflöcher“ gleich mit.

Bekanntlich dient Deutschland vor allem bezüglich Steuerrecht dem Österreichischen Gesetzgeber oft als Vorbild. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass dies auch hierzulande zu einem Thema wird. Der Idee einer einheitlichen Besteuerung kann ich persönlich übrigens durchaus etwas abgewinnen - vorausgesetzt unsere Lösung wird weit weniger komplex, wie das deutsche Modell. So hat etwa neulich ein deutscher Experte zu diesem Thema seinen Vortrag wie folgt eröffnet: „Wie Sie wissen, wird in Deutschland die Abgeltungssteuer eingeführt. Sie werden staunen, was wir Deutschen so alles damit anstellen können…“

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Martin Mikulik

Österreich vor einer Pensionskrise
von Martin Mikulik, geschrieben am 24.06.2009 10:03

Was haben wir nicht alle gelacht, als die Kapitalmärkte tief in die Krise geschlittert sind. Der erfahrene österreichische Politiker hat gleich die Gunst der Stunde ergriffen um gegen die Neoliberalen bzw. die Kapitalisten zu wettern. Speziell die AK hat sofort gegen die Pensionskassen und sonstige kapitalgedeckte Pensionsprodukte gewettert. Nur unser heiliges Umlageverfahren ist die seligmachende und allen Krisen strotzende, immer geltende Pensionslösung.

Nun kommt jetzt die böse OECD daher und behauptet, dass nur mexikanische Pensionisten mehr im Verhältnis zu erwerbstätigen Personen verdienen als österreichische Ruheständler. Zudem gehen die Pensionisten nur in Frankreich früher in Pension als in Österreich.

Ca. 13 % des BIP bzw. ca. 25 % der gesamten Ausgaben des Budgets fließen in Pensionen. Durch die demographischen Veränderung bzw. durch die Wirtschaftskrise wird dieser Anteil vielleicht sogar noch steigen. Unser Pensionssystem ist daher nicht so krisenresistent wie viele Politiker auch so behaupten.

Aber Hauptsache wir haben mit den Bankmanagern bzw. Investmentbankern unser Feindbild!

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Michael Müller

Die Falle vieler Selbstständigen - Teil II
von Michael Müller, geschrieben am 23.06.2009 15:27

WERDEN SIE PRODUKTIVER - Wie sieht Ihr Kalender für die kommenden Wochen aus? Alles voller Aktivitäten und Terminen? Sie hätten Wichtiges zu erledigen, aber leider keine Zeit? Viele sind unheimlich beschäftigt, aber nur wenige sind wirklich produktiv - sie befinden sich in der Falle vieler Selbstständiger.

Ein Unternehmer wird nur für „Einkommenswirksame Handlungen“ (EWH) bezahlt, alles andere ist Privatvergnügen oder notwendiges Übel. Ein erfolgreicher Unternehmer arbeitet an und in seinem Unternehmen, mindestens von 09.00-18.00 Uhr und beschäftigt sich dabei nur mit EWH. Die Freiheit der persönlichen Zeiteinteilung gilt daher nur für das unternehmerische Wirken und nicht für die sonstigen „wichtigen“ Dinge. Reifenwechsel, Besorgungen im Baumarkt etc. finden nur mehr in Freizeit statt oder würden Sie dies bei Ihren Mitarbeitern anders akzeptieren?

EWH sind: Akquisition neuer Kunden, Kommunikation mit bestehenden Kunden oder Mitarbeitern, Vorbereitung von Kundenterminen - sonst nichts! Alle anderen Themenbereiche wie Verwaltung, Effizienzsteigerung, Software etc. sind wichtig, kosten aber letztendlich Geld, daß zuerst verdient werden muss. Besonders amüsant sind hier Unternehmer, mit den besten Kundenverwaltungsprogrammen und den modernsten Softwareanbindungen, so daß alles auf Knopfdruck funktioniert - nur haben diese keine Kunden mit denen sie Erträge erwirtschaften.

PROFI-TIPP: Ab sofort verschiebe ich meine privaten Besorgungen auf meine Freizeit. Täglich halte ich in meinen Zeitplaner fest, welche EWH ich gesetzt habe und noch setzen werde. Bei anstehenden Aufgaben mache ich nur das Wichtigste zuerst, dadurch erledigen sich manche unwichtige Dinge durch die Zeit oft von selbst. Ich freien Zeiten suche ich mir keine Beschäftigung, sondern denke voraus, wie ich neue Kunden akquirieren kann und mit bestehenden Kunden noch ertragreicher kooperieren kann.

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Josef Obergantschnig

Rallye an den Aktienmärkten - was nun?
von Josef Obergantschnig, geschrieben am 19.06.2009 12:08

Der 15. September 2008, der Tag, an dem Lehman Brothers Konkurs anmeldete löste bekanntlich einen wahren Sell-Off an den internationalen Aktienmärkten aus. Entscheidend war auch, dass sich die Stimmungslage quasi über Nacht ins Negative drehte und die Realwirtschaft, die seither mit einem stark rückläufigen Investitionsverhalten von Privaten und Unternehmen zu kämpfen hat, in Mitleidenschaft gezogen hat. Die logische Konsequenz ist eine stark ansteigende Arbeitslosigkeit, die ihrerseits die Stimmung nahe dem Gefrierpunkt gedeihen lies.

Im März, als die Aktienmärkte einen erneuten Tiefstand erreichten, hätten wohl nur die wenigsten auch nur einen Euro in Aktien investiert. Die expansive Fiskal- und Notenbankpolitik der vergangenen Monate machte sich bemerkbar und löste eine wahre Kursrallye aus. Der MSCI World, ein Sammelsurium der rund 1700 größten Unternehmen der Welt, konnte seither eine Wertentwicklung von mehr aus 30% aufweisen. Mit der hohen Performance stieg auch sukzessive der Risikoappetit der Investoren - dies führte zu Mittelzuflüssen und trieb die Kurse weiter nach oben. In den letzten Tagen hat sich der Aufwärtstrend allerdings deutlich abgeschwächt. Die Bullen argumentieren mit Gewinnmitnahmen, die Bären deuten das jüngste Kursfeuerwerk als Strohfeuer und fürchten sich schon vor der nächsten Verkaufswelle. Beides klingt irgendwie logisch und man kann sowohl der Argumentationskette der Bullen als auch der Bären etwas abgewinnen. Die Gretchen-Frage lautet:

Was soll ich tun? Soll ich meine Aktien verkaufen?

Wann wir die Höchststände vom Sommer 2007 wieder erreichen werden, kann Ihnen niemand sagen. Der Anleger sollte sich vor allem die selbstkritische Frage stellen: Bin ich ein Spekulant oder bin ich ein langfristiger Investor? Ein Spekulant folgt der ältesten Börsenregel überhaupt: Kaufe billig, Verkaufe teuer. Das klingt doch ganz einfach, oder?

Ich muss Ihnen aber leider die Illusion nehmen. Nach mehr als einem Jahrzehnt im Wertpapiergeschäft ist es mir erst einmal gelungen, eine Aktie am absoluten Höchststand zu verkaufen. Den optimalen Einstiegszeitpunkt, den absoluten Tiefpunkt, habe ich überhaupt noch nie erwischt! Das grenzt für mich an Zufall!

Als langfristiger Investor setze ich auf die erhöhten Ertragschancen der Assetklasse und nehmen temporäre Kursschwankungen in kauf. Man kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die Zeit für einen läuft und sich die Renditen langfristig dem Mittelwert annähern (vergleiche auch unsere Aktienstudie unter dem Menüpunkt Downloads).

Wenn man also zum gegenwärtigen Zeitpunkt Aktien verkauft, stellt man sich dem Problem der Wiederveranlagung. Für manche risikoaverse Personen mag das Sparbuch trotz der niedrigen Zinsen die richtige Alternative sein - für einen Aktieninvestor wie mich allerdings nicht. Und genau da sind wir beim entscheidenden Punkt:

Wann steige ich wieder ein?

Wenn die Halbjahresergebnisse, die beginnend mit 4. Juli die Börsen wochenlang in ihren Bann ziehen werden, solide sind, könnte das in einem weiteren Aufschwung münden …

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Stefan Winkler

Expertenschätzungen
von Stefan Winkler, geschrieben am 19.06.2009 12:01

Analysten sind es wohl gewohnt Kritik zu ertragen. Denn wer ist noch nie falsch gelegen?
Dass dies nicht immer gerechtfertigt ist, sollte aber auch einmal erwähnt werden. Viel spricht schließlich dafür, dass etliches nicht vorhersehbar ist. Man könnte also maximal die Tatsache kritisieren, dass überhaupt eine Stellungnahme abgegeben wurde, anstelle über die Qualität der Schätzung zu monieren.

Zu denken geben mir allerdings die Schätzungen zu den US amerikanischen Inflationszahlen letzten Mittwoch. Die -1,3% wurden weit verfehlt - die Analysten pendelten sich im Mittel bei -0,9% ein. Auffallend ist, dass man sich bei der Schätzung fast einig war. Von 35 Schätzungen (die nicht älter als zwei Wochen waren) bewegten sich alle zwischen -0,5% und -1,2%. Was stört mich an diesen Zahlen? Ganz einfach - die Inflation ist schon vor der Veröffentlichung des Ergebnisses sehr genau errechenbar. Offensichtlich machte sich also keiner die Mühe die Preisentwicklung der Warenkörbe selbst zu verfolgen.

Und dies sollte man sich von Experten doch erwarten dürfen, oder?

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Peter Ladreiter

Liquiditätskrise: Fluch oder Segen ?
von Peter Ladreiter, geschrieben am 19.06.2009 11:22

Die jüngste Kapitalmarktkrise war und ist vor allem eine Liquiditätskrise, wobei insbesondere im Anleihebereich eine realistische und effiziente Kursbildung mangels Handelsaktivität oft nicht gegeben war. Der Grund dafür liegt vor allem in der reduzierten Risikotragfähigkeit der Banken und Versicherungen, welche aus ihrem eigenen Handelsbestand fast um jeden Preis Material abgeben mussten und damit die Krise noch verstärkten.

Auf der anderen Seite bestand und besteht für Marktteilnehmer, welche nach wie vor Risiko tragen können jetzt die Möglichkeit, nach Prüfung selektiv Anleihen herauszufiltern, welche ein extrem günstiges Chancen- zu Risikoprofil aufweisen und zu historisch tiefen Preisen gekauft werden können. Natürlich hat man keine Garantie, hier immer Volltreffer zu landen, jedoch bietet die Liquiditätskrise Möglichkeiten dazu, da jetzt ein hochgradig ineffizienter Markt gegeben ist. Und die Chance auf Mehrertrag besteht bekanntlich nur auf ineffizienten Märkten, somit kann die Liquiditätskrise in dieser Hinsicht auch ein Segen sein.

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Josef Obergantschnig

Financial Stability Report der EZB - weiterer Abschreibungsbedarf europäischer Banken
von Josef Obergantschnig, geschrieben am 16.06.2009 09:41

Gestern wurde der halbjährliche Financial Stability Report der EZB veröffentlicht. Laut Schätzungen der Notenbank müssen europäische Banken im Zuge der Kreditkrise Abschreibungen in der Höhe von EUR 488 Milliarden in den Bilanzen verarbeiten. Bisher wurden EUR 276 Milliarden an Verlusten bereits abgeschrieben. Es wäre nicht unwahrscheinlich, wenn der Kapitalbedarf der Banken in dem nächsten Quartal weiter ansteigen wird, um die gesetzliche Eigenkapitalquote nicht zu unterschreiten.

Einige Banken haben bereits angekündigt, das staatliche Partizipationskapital bereits zurückzahlen zu wollen - bleibt für mich nur die spannende Frage, wie das bewerkstelligt werden kann …

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