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Der steigende Ölpreis hilft Emerging Markets Länder |
Der neuerliche Anstieg des Rohölpreises auf über 70 USD je Barrel ist kaum zu übersehen. Spätestens beim unvermeidbaren Tankstopp pflegen sich Gedanken diesbezüglich aufzudrängen.
Von entscheidender Bedeutung ist der Ölpreis für sehr viele Emerging Markets Anleihen, deren Wahrscheinlichkeit einer Rückzahlung durch einen hohen Ölpreis deutlich höher wird. So notieren beispielsweise Anleihen der Republik Venezuela (7 % REPUBLIC OF VENEZUELA 16.03.15) zurzeit bei einem Kursniveau von über 65 - verglichen mit gut 40 vor drei Monaten ist dies durchaus beachtlich. Dies impliziert einerseits zwar immer noch Renditen von über 15% p.a. und verdeutlicht, dass sich der Markt bezüglich Bonität immer noch Sorgen macht - aber, das Stimmungsbild hat sich deutlich ausgehellt.
Während also aus der Realwirtschaft nach wie vor besorgniserregendes Datenmaterial vorherrscht, scheint sich der Markt langsam wieder auf die „Zeit danach“ einzustellen, oder vielleicht besser formuliert: "Sich wieder auf eine mögliche Zeit danach vorzubereiten"
Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: stefan.winkler@securitykag.at
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Kostentransparenz - gilt sie für alle? |
Die Transparenzwütigkeit im Veranlagungsbereich in Europa hat in den letzten Jahren einen neuen Höhepunkt erreicht. Fondsgesellschaften und Asset Manager müssen nun peinlich genau angeben, was von wem in welchem Produkt verdient wird. Was ja grundsätzlich nichts Schlechtes ist, denn Transparenz steht auf meiner Prioritätenliste ganz oben und der Kunde hat das Recht zu wissen, was genau er nun kauft.
Jedoch darf es nicht sein, dass sich beispielsweise die Fondsindustrie bis auf das Hemd outen muss, jedoch im Versicherungs- und Pensionskassenbereich es mit der Transparenz nicht so genau genommen wird. Haben Sie sich schon einmal Ihren Jahresauszug einer klassischen Lebensversicherung angesehen? Steht dort etwas von Spesen bzw. Gesamtkostenbelastung. Ich sehe dort jedes Jahr nur das garantierte Kapital und die gesamte Gewinnbeteiligung. Ich sehe nicht einmal die Veränderung zum Vorjahr, aus der ich entnehmen könnte, was meine Versicherung erwirtschaftet hat und was mir an Kosten abgezogen wurde. Zudem wird immer mit einer Garantieverzinsung geworben, jedoch nicht dazu gesagt, dass sich diese nicht auf die eingezahlte Prämie bezieht etc.
Ebenso ist es bei meinem Pensionskassenauszug. Hier sehe ich auch nur meine derzeitige Deckungsrückstellung sowie die aktuelle Witwen- und Waisenpension. Hier steht wenigstens noch meine Einzahlung für das abgelaufene Jahr, jedoch nichts von Kosten für die Pensionskasse, Kosten für Risikoabdeckung etc.
Wenn man schon auf Transparenz pocht, dann sollte sie für alle gelten.
Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: martin.mikulik@securitykag.at
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Großbritannien - mit „innovativer“ Notenbankpolitik aus der Krise? |
Großbritanniens Wirtschaft befindet sich wie so viele andere Länder rund um den Globus, in der Rezession. Volkswirte rechnen damit, dass das Bruttoinlandsprodukt heuer um mehr als 4% zurückgehen wird. Das erste Quartal des laufenden Jahres war besonders schwach. Die Wirtschaft schrumpfte um 1,9% - das war das schlechteste Ergebnis der vergangenen dreißig Jahre. Das Budgetdefizit wird die 10%-Grenze deutlich überschreiten. Man hat also fiskalpolitisch alle Register gezogen, um möglichst schnell der Krise Herr zu werden.
Aber wie sieht es mit der Geldpolitik aus?
Die Bank of England hat bereits kräftig an der Zinsschraube gedreht und die Leitzinsen innerhalb von 16 Monaten von 5,75% auf 0,50% gesenkt. Zusätzlich wurden Staatsanleihen in der Höhe von 150 Milliarden Pfund aufgekauft, um die Märkte mit entsprechender Liquidität zu versorgen. Das alles hat bisher noch nicht ausgereicht, um die Abwärtsdynamik zu stoppen. Das Pulver scheint damit verschossen - nicht so in Großbritannien.
Dort zeigen sich die Notenbanker besonders erfinderisch, indem sie ihr milliardenschweres Aufkaufprogramm auch auf Unternehmensschulden ausweiten und damit auch den Zulieferern Liquidität zur Verfügung zu stellen. Ob diese Strategie von Erfolg gekrönt sein wird, bleibt allerdings abzuwarten …
Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: josef.obergantschnig@securitykag.at
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Machen Sie Ihre Kunden zu Partner |
Wir wissen es längst, die besten Geschäfte machen wir mit bestehenden Kunden. Diese kennen uns bereits und hier ist genügend Vertrauen vorhanden um ein Geschäft zu vereinbaren. Doch damit Kunden uns auch langfristig vertrauen, muss eine dauerhafte Beziehung entstanden sein. Genau wie in einer Ehe oder Liebesbeziehung reicht es aber nicht, sich einmal zu versprechen und damit ist alles bis zum Lebensende erledigt, sondern man sollte laufend an der Beziehung arbeiten um diese aufrecht, also am Leben zu erhalten.
Dafür lassen wir uns bei unserem Partner öfters etwas Neues einfallen, wir schenken zum Beispiel Blumen. Unser Partner freut sich über diese Überraschung und der Abend kann noch schön werden. Doch wenn wir am nächsten Tag wieder Blumen schenken, so wird dies wahrscheinlich nicht das gleiche Ergebnis bewirken. Im Gegenteil, wenn Sie am vierten Tag dann keine Blumen mehr bringen wird Ihr Partner verwirrt sein und es kann möglicherweise zu Unstimmigkeiten kommen. Beim nächsten Mal müssen wir uns also schon etwas anderes oder gar besseres einfallen lassen um unseren Partner zu beeindrucken.
Genauso verläuft es in einer Kundenbeziehung. Einige Dinge müssen wir tun um unsere Kunden zufrieden zu stellen, wie verlässlich und pünktlich zu sein oder wir schicken unserem Kunden jährlich eine Weihnachts- und eine Geburtstagskarte. Nur kein Kunde wird bei seinen Freunden angeben, dass ihm sein Finanzberater auch dieses Jahr wieder eine Weihnachtskarte geschickt hat, dies wird mittlerweile schon als selbstverständlich erwartet.
Es ist eine Vorrausetzung geworden um unseren Kunden zufrieden zu stellen. Die Kundenbeziehung wird dann aufgefrischt, wenn wir Dinge tun, die nicht erwartet werden, wenn wir also unsere Kunden nicht nur zufrieden stellen - wir müssen sie begeistern!
Tun Sie also etwas was Ihre Kunden nicht von Ihnen erwarten. Verhalten Sie sich wie echte Geschäftspartner und machen Sie sich echte Gedanken um Ihren Kunden, als Person oder als Geschäftsmann. Kümmern Sie sich ehrlich um die Person in dem Sie zeigen, dass diese Ihnen viel wert ist. Das ist zum Beispiel etwas was Ihre Kunden nicht erwarten. Also was können Sie tun um Ihren Kunden emotional zu beeindrucken?
> Persönliche Ebene -
Schicken Sie Ihrem Kunden hin und wieder ohne Ankündigung ein Fax oder einen Brief. Darin findet er eine Kopie oder einen Zeitungsausschnitt zu einem Thema, von dem Sie wissen, dass es Ihren Kunden interessiert. Über dieses Blatt schreiben Sie mit Ihrer Handschrift „Ich habe an Sie gedacht. Liebe Grüsse Ihr Michael Müller“.
Wie glauben Sie, wird so ein Brief aufgenommen? Der kümmert sich um mich, der meldet sich nicht nur dann, wenn er etwas verkaufen möchte. Der denkt auch so an mich. Das ist für viele eine „emotionale Keule“, weil die Wenigsten so eine Zuwendung gewohnt sind und schon gar nicht von ihrem Finanzberater erwarten.
> Geschäftliche Ebene -
Machen Sie Ihren Kunden noch erfolgreicher und folgen Sie dem Slogan „Wenn Du erfolgreich bist, bin auch ich erfolgreich.“ Sie kennen den Bedarf Ihres Kunden außerhalb des Finanzbereichs? Zum Beispiel sucht er einen guten Handwerker oder Immobilienmakler. Vielleicht kennen Sie den Passenden oder dieser ist sogar unter Ihren Kunden zu finden.
Bringen Sie die Beiden zusammen indem Sie Beide fragen ob Sie die Daten weitergeben dürfen. Glauben Sie mir, egal was bei dieser Verbindung heraus kommt, Sie gewinnen immer. Ihre Kunden fühlen, dass Sie ihnen helfen wollen und sie noch erfolgreicher machen wollen.
> Geschäftliche und emotionale Ebene -
Veranstalten Sie in unregelmäßigen Abständen Kunden-Events zu bestimmten Themen. Wenn Sie zum Beispiel viele Selbstständige und Freiberufler als Kunden haben, laden Sie Ihren Steuerberater zu einem Vortrag. Dieser ist geehrt durch Sie neue Kunden kennen zu lernen und Sie bieten Ihren Kunden einen Mehrwert an Information und einen gelungenen Anlass abseits der Finanzen zusammen zu kommen. Wie glauben Sie, wird Ihnen dies Ihr Steuerberater danken? Er wird Sie freiwillig als Ansprechpartner in allen Geldfragen weiterempfehlen.
Haben Sie den Unterschied jetzt erkannt? Wie viele Finanzberater suchen seit Jahr und Tag Steuerberater und Rechtsanwälte auf mit dem Ansinnen sie an deren Kunden weiter zu empfehlen. Ganz Verzweifelte bieten sogar finanzielle Anreize an und wundern sich warum sie laufend abblitzen.
Diese haben nicht erkannt, dass wenn ich zu Jemanden gehe und sage „bitte empfehle mich weiter“, dieser sich denkt „und was habe ich davon“, denn dies ist ein ausschließlich egoistisches Ansinnen. Hingegen Jemand, der sich um mich kümmert und der mir - vorerst ohne Gegenleistung - etwas Gutes tut, dem werde ich natürlich bei der nächsten Gelegenheit gerne freiwillig auch etwas Gutes tun...
Ihr Kunde ist Ihr eigentliches Eigenkapital. Begeistern Sie Ihre Kunden und sorgen Sie dafür, dass diese erfolgreich werden, dann werden auch diese Sie erfolgreich machen.
Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: michael.mueller@securitykag.at
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Haben wir tiefe Zinsen? |
Auf den ersten Blick scheint die Antwort klar: „Natürlich - wir befinden uns in einer absoluten Tiefzinsphase!“
Auf den zweiten Blick sollte aber ein weiteres Phänomen auffallen: Die ausgeprägte Steilheit der Zinskurve. Und das bedeutet, es gibt auch hohe Zinssätze, selbst wenn diese gut in der Zinskurve versteckt sind.
Ein Beispiel gefällig?
Der Zinssatz, den eine österreichische Bundesanleihe für 5 Jahre abwirft, liegt aktuell bei 3,463%, der für eine 6-jährige bei 3,804%. Das ist nicht überwältigend, doch darin ist eine weitere Information versteckt: Der Markt bezahlt für das Jahr zwischen 2014 und 2015 über 5,5% - und das ist für das heutige Zinsniveau ausgesprochen viel.
Haben Sie behauptet: „Die Zinsen sind tief“ und wollen Sie nun Ihre Aussage relativieren, so halten Sie sich doch an Albert Einsteins eigene Ausführung: "Es ist bequem mit dem Einstein. Jedes Jahr widerruft er, was er das vorige Jahr geschrieben hat." - und fühlen Sie sich in guter Gesellschaft.
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Apollo Emerging Europe: +69,93% oder Totgesagte leben länger |
Die knapp 70% in der Überschrift beziehen sich auf die Wertsteigerung des Osteuropa-Aktienfonds unserer KAG seit seinen Tiefs Anfang März diesen Jahres.
Auf der einen Seite freut es mich persönlich als Fondsmanager, dass mein "Mut", nicht in das allgemeine Geheule der Weltuntergangspropheten einzustimmen, sondern sich auf die fundamentalen Dinge zu besinnen, sich mit einer solchen Performance in den letzten Monaten zu Buche schlug. Auf der anderen Seite freut es mich für meine Investoren, dass ihr "Mut", dem Investment treu zu bleiben bzw. einzusteigen, mit ebenso dieser Performance belohnt wurde.
Wie geht es nun weiter? Diese Frage zu beantworten wäre unseriös. Seriös ist es allerdings, einfach die Fakten zu betrachten, wie zB. dass Polen laut letzten Prognosen in 2009 im Gegensatz zu allen anderen entwickelten Volkswirtschaften ein positves BIP-Wachstum haben wird und auch einen Leistungsbilanzüberschuß erzielen wird.
Fakt ist auch, dass sich die Netto-Mittelzuflüsse in Osteuropafonds im Mai auf 20 Mrd. USD beliefen und sich die Handelsvolumina auf den "riskanten" Randbörsen, gepaart mit steigenden Kursen, deutlich erhöhten.
Natürlich steht die globale Konjunktur noch vor einem steinigen Weg und weitere 70% plus in den nächsten 3 Monaten werden wir wohl nicht sehen, aber in den letzten Monaten hat sich wieder einmal bewahrheitet, dass die besten Kaufzeitpunkte jene sind, wo laut Andre Kostolany "das Blut auf den Strassen schwimmt".
Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: manfred.zoehrer@securitykag.at
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BIP-Zahlen - ein nachlaufender Indikator |
Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone hat im April ein Zehnjahreshoch erreicht. Laut Eurostat gibt es in Europa aktuell 14,58 Mio. Arbeitslose - das entspricht einer Arbeitslosenquote von 9,2%. Am schlimmsten hat es Spanien erwischt - das Land der Matadoren hat mit einer Arbeitslosenrate von 18,2% zu kämpfen.
Das ist ein klares Signal, dass die Krise bereits die Realwirtschaft erreicht hat. Es ist schwer vorstellbar, dass die Konsumenten in der Lage sind, die angeschlagene Wirtschaft aus der Krise zu führen. Einen wesentlichen Beitrag dazu werden die fiskal- und geldpolitischen Stimulationsprogramme leisten, die in den letzten Monaten sukzessive und kontinuierlich verabschiedet wurden.
Das erste Quartal 2009 war katastrophal - die Realwirtschaft ist beispielsweise in Deutschland um fast 7 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Investor sollte sich allerdings von dieser „trüben“ Zahl nicht blenden lassen, da die Konjunkturzahlen eine nachlaufende Charaktereigenschaft aufweisen.
Die Situation im zweiten Quartal hat sich deutlich gebessert und von der Weltuntergangsstimmung, die noch im März die Märkte beherrschte, ist nicht mehr viel übriggeblieben. Die Aktienmärkte, ein vorlaufender Konjunkturindikator, konnten in den vergangenen drei Monaten eine regelrechte Kursrallye hinlegen und nahmen einen Großteil des Aufschwungs vorweg.
Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass die Stimulationsprogramme schön langsam ihre Wirkung entfalten und sich die konjunkturelle Situation langsam aber kontinuierlich bessert.
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Sind Aktien attraktiver als Anleihen? |
Im Allgemeinen wurde immer behauptet, dass langfristig Aktien einen höheren Ertrag erzielen als Anleihen. Nun, dies relativiert sich nun, da man nach den jüngsten Kursrückgängen bereits relativ weit in die Vergangenheit blicken muss, damit Aktien besser abschneiden als Anleihen.
Grundsätzlich muss jedoch das höhere Risiko, das der Investor eingeht auch höher bezahlt werden. Wäre es nicht so, dann würde es keine Unternehmer mehr geben, da diese ihr Geld ja besser in Anleihen investieren. Warum schneiden dann Aktien in den jüngsten Vergleichen so schlecht ab.
Ein Grund könnte darin liegen, dass wir die Performance von Aktien immer anhand von Indices messen. Indices, die wiederum Indexregeln unterliegen und zumeist auch kapitalgewichtet sind. Das bedeutet, dass Aktien mit einer hohen Aktienkapitalisierung auch höher im Index gewichtet sind. Steigt nun der Kurs einer Aktie überdurchschnittlich, so wird diese immer stärker im Index gewichtet, da ja gleichzeitig auch die Marktkapitalisierung steigt. So werden jene Aktien, die am stärksten gestiegen sind auch immer stärker gewichtet.
Objektiv könnte man daher die Aktien alle gleich gewichten - unabhängig von deren Größe oder Marktkapitalisierung. Dasselbe gilt übrigens auch für Sektoren. In den Aktienindices sind in den vergangenen Jahren die Finanztitel immer stärker gewichtet worden, da diese am meisten gestiegen sind. Durch dieses starke Gewicht haben im Jahr 2008 die Indices auch stärker verloren.
Weiters wird die Performance dieser Indices häufig ohne Einrechnung der ausgeschütteten Dividenden berechnet. Man müsste daher den Index um die ausgeschütteten Dividenden bereinigen.
Man sollte daher diesen Vergleichen immer mit etwas Skepsis gegenüber stehen. Ich bin daher überzeugt, dass Aktien genauso wie Anleihen in ein Portfolio gewichtet sein sollen und dass sie für eine langfristige Veranlagungsstrategie unverzichtbar sind.
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Noch immer Vertriebspraxis: Anhauen, Umhauen, Abhauen… |
Mit diesem provokanten Titel ist gemeint, dass sich noch immer viele Marketing- und Vertriebsaktivitäten nach dieser alten Vertriebsdevise aus den 70iger Jahren orientiert. Natürlich mittlerweile nicht mehr mittels dem damals üblichen Hardselling, sondern mit moderneren und auf das aktuelle Publikum abgestimmten Methoden.
Trotzdem agieren viele Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister immer noch mit Marketingstrategien, die mittlerweile 30 Jahre alt sind. Diesen Strategien werden nur immer neue Namen gegeben um Modernität vorzutäuschen. Aber allen ist gemein, dass die Präsentation der Produkte im Vordergrund steht. Jeder demonstriert, dass nur seine Strategien die Besten, Schönsten und Größten sind (= Anhauen).
Die so gestaltete Produktpräsentation ist dann immer mit einem Zusatznutzen, „Zuckerl“ oder „Turbofaktor“ kombiniert, welcher dann das Zugreifen erleichtern soll und auch den Unterscheidungsfaktor vom Mitbewerber bestimmt. So ist es auch für Kunden oft schwer möglich die Leistungen direkt zu vergleichen, was Jedem wohl sofort beim Thema „Vergleich von Handytarifen“ einleuchtet. Auch bei manchen Finanzprodukten sind ähnliche Entwicklungen auch schon länger zu beobachten (=Umhauen).
Ist der Kunde dann einmal Kunde, dann muss er oft selber schauen wo er oder sie bleibt und das nicht nur beim Mobilfunkbetreiber. Oder haben Sie schon mal beobachtet oder erlebt, wie ein normaler Versicherungskunde direkt bei der Gesellschaft Auskunft über seinen eigenen Vertrag bekommt? Oder wenn ein Finanzierungskunde seine Kreditkonditionen verändern möchte? Das Thema „Kreditmonitoring“ hat ja auch immer nur am Prospekt existiert oder wo sind die Kunden, denen von der Bank aktiv der Umstieg in zinsengünstigere Darlehen empfohlen wurden? (=Abhauen)
Aber es gibt positive Ausnahmen von denen hier berichtet sein soll, denn einige Marktteilnehmer haben die Zeichen der Zeit erkannt und stellen nicht die eigenen Produkte, sondern den Kundennutzen in den Vordergrund. Diese wenigen Berater oder Produktanbieter haben erkannt, daß nur die Orientierung auf die Ziele, Wünsche und Bedürfnisse des Kunden Ziel führend und auch ertragreich ist. Dies sind echte „Dienstleister“ die also zuerst „dienen“ und dann „leisten“…
Man nennt sie auch „Nutzenstifter“, denn nur wenn ich meinem Kunden einen echten (für ihn messbaren) Mehrwert bringe, dann bin ich als Dienstleister erfolgreich. Dazu können aber Produkte niemals im Vordergrund stehen, sondern dies kann nur mit Service und Nutzentransfer erzielt werden. Was ist also notwendig damit sich Kunden sicher und gut betreut fühlen und nicht nur immer wieder kaufen, sondern diese Leistung auch freiwillig weiterempfehlen?
Ein Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen muss ein echte emotionale Beziehung mit dem Kunden eingehen und ihm das Gefühl geben, dass er/sie das Wichtigste ist. Mit welchen oft einfachen Dingen oder Handlungen das möglich ist, erfahren Sie hier im nächsten Blog…
Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: michael.mueller@securitykag.at
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In Fernost geht die Sonne auf … |
An den Aktienmärkten haben wir gerade Hochsaison und können auf einige sehr erfreuliche Wochen zurückblicken. In der aktuellen Krise schlagen sich asiatische Länder durchaus beachtlich und sind trotz des globalen Wirtschaftsabschwunges noch immer in der Lage, ein deutliches BIP-Wachstum auszuweisen. Das BIP in China und Indien, die beiden größten Volkswirtschaften der Region, dürfte laut Prognosen heuer um 8 % bzw. 5 % zulegen. Hierdurch gewinnt der asiatische Raum an globaler Bedeutung und damit verbunden auch an internationaler Anerkennung. Die Aktienmärkte dieser Region haben dies mit exorbitanten Kurssprüngen innerhalb der letzten Wochen und Monate goutiert.
Es wäre aber vermessen zu glauben, dass die asiatischen Exportländer die globale Nachfrageschwäche nicht zu spüren bekommen. In China beispielsweise lagen die Exporte im April 22,6 % unter dem Vorjahresniveau und erreichten damit das tiefste Niveau seit der Asienkrise in den 90-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Das BIP-Wachstum betrug im ersten Quartal trotz dieser Schwäche noch immer stolze 6,1 % - das ist zwar das geringste Wachstum seit einem Jahrzehnt, allerdings würden sich viele Länder bei einem annähernd hohen BIP-Wachstum alle zehn Finger ablecken. Das ambitionierte Konjunkturpaket zeigt also schon Wirkung. Positiv ist auch der Verschuldungsgrad Chinas zu sehen. Das Budget-Defizit liegt momentan bei ungefähr 20 % des BIP’s und man ist in der Lage, sogar trotz der Stimulationsprogramme einen Haushaltsüberschuss zu erzielen.
Auch die Probleme vieler westlichen Banken und Versicherungen kann man in China nur schmunzelnd aus der Ferne beobachten, da man kaum toxische Wertpapiere auf den Büchern hat und daher vor keine allzu großen Bilanzierungsprobleme gestellt wird. Ein Großteil der Gewinne (ca. 80 %) der Banken wird nach wie vor mit traditionellem Kreditgeschäft erwirtschaftet - eine Tatsache, die bei Betrachtung der internationalen Bankenlandschaft eher Seltenheitscharakter aufweist.
Die Region hat die Hausaufgaben gemacht und sich innerhalb der globalen Wirtschaftslandschaft eine sehr gute Ausgangslage verschafft, um auch in den kommenden Jahren zu den Gewinnern zu zählen.
Am Mount Everest, seines Zeichens der höchste Berg der Welt, herrscht im Mai Hochsaison, da die Chance, den Gipfel zu erreichen, mit Abstand am höchsten ist. Im Juni ist der Zauber schon wieder vorbei, da die gefürchteten Monsunstürme ihr Unwesen treiben. Die Chancen stehen gut, dass die asiatischen Märkte vom Sturm verschont bleiben …
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