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NEWSLETTER Nr. 19 / Januar 2010

Liebe(r) Marketfacts-Leser(in),
das Jahr 2009 wird als eines der erfolgreichsten Börsenjahre in die Geschichte eingehen. Das positive Umfeld hat auch im aktuellen Kalenderjahr 2010 großteils für steigende Aktienkurse gesorgt. Die Erwartung der Analysten, dass Unternehmensergebnisse heuer um mehr als 30% steigen sollen, sind in den aktuellen Kursen bereits eingepreist. Mit Spannung wird daher die Berichtssaison für das 4. Quartal 2009 und das 1. Quartal 2010 erwartet.
Auch auf der Rentenseite konnten 2010 bereits Gewinne verbucht werden. Die Rendite für 10-jährige deutsche Bundesanleihen ist heuer um 10 Basispunkte auf 3,27% gesunken. Im positiven Umfeld haben sich auch die Renditeaufschläge für Unternehmensanleihen und High-Yield-Bonds in den vergangenen Monaten deutlich eingeengt.
Der Goldpreis hat seit den Höchstständen Anfang Dezember rund 7% abgeben, notiert aber mit 1130 USD pro Unze noch immer deutlich über der 1000-USD-Grenze. Bei dem EUR/USD Wechselkurs zeichnet sich eine Trendwende ab. Der USD konnte gegenüber dem Euro innerhalb der letzten Wochen um fast 6% zulegen. Auch gegenüber dem Schweizer Franken musste der Euro Federn lassen. Der CHF/EUR Wechselkurs ist seit Mitte Dezember um knapp 3% auf 1,475 gefallen.
Heuer dürfte das globale Wirtschaftswachstum nach der Rezession im Vorjahr wieder deutlich ansteigen. Wachstumstreiber sind nach wie vor die sogenannten Schwellenländer, allen voran China. Im Reich der Mitte sind allerdings schon Anzeichen einer Wirtschaftsüberhitzung auszumachen, welche bereits von der lokalen Notenbank bekämpft werden. Moody’s sieht die Gefahr eines plötzlichen Abbruchs der chinesischen Wachstumsdynamik in diesem Jahr neben möglichen Fehlern westlicher Zentralbanken und ungenügender Kapitalpolster internationaler Banken als eine der drei größten Gefahren für die globale Konjunktur an. In diesem Fall bleibt zu hoffen, dass die Prognosen der Ratingagentur wieder einmal nicht eintreten…
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