Der Zugang zur Nachhaltigkeit - reicht die Verpflichtung der Finanzbranche?

02. Dez 2022 | Blog

VON Peter Ladreiter

 Seit geraumer Zeit verfolgt die EU sehr konsequent die Forcierung nachhaltiger Investments in der Finanzbranche. Über den Umweg der Finanzinstitutionen sollen Zahlungsströme durch entsprechende Regelwerke derart reguliert werden, dass die Anleger primär in nachhaltige Investments dirigiert werden. Damit erspart sich die EU zwar umfangreiche Regulierungen auf Unternehmensebene z.B. in Form von (Emissions-)Beschränkungen und sonstigen Auflagen, wälzt jedoch die Last der entsprechenden Lenkungseffekte vorrangig auf die Finanzbranche um. Diese geizt mittlerweile nicht einer breiten Palette an sog. "Artikel 8" und "Artikel 9 Fonds" nach der Offenlegungsverordnung, welche immer prominenter angeboten werden. Klimaziele (environment) stehen dabei vorerst an erster Stelle, doch die weiteren Ziele (social & governance) werden im Zeitverlauf folgen. 

 

Ist es damit getan? Wohl kaum, denn obwohl die Initiative sicherlich einen Beitrag für den langfristigen Transformationsprozess hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft leistet, sind darüber hinaus gehende Bemühungen und vor allem das Umdenken eines jeden einzelnen von uns nötig. Und das nicht nur in Europa sondern weltweit. In der Praxis sind wir davon allerdings meilenweit entfernt, die Entwicklungsländer wollen Ihren Anteil am Wohlstand auch zu Lasten der Umwelt umsetzen, mit Verweis auf die hohe Umweltbelastung durch die Industriestaaten in der Vergangenheit. Die Gefahr einer vorrangig regionalen Umsetzung von Maßnahmen birgt hingegen die Gefahr, global nur wenig wirksam zu sein. 

 

Ein global akkordierter Schulterschluss zur Eindämmung der Umwelteinflüsse bzw. Priorisierung von Nachhaltigkeitszielen ist derzeit in weiter Ferne und damit auch das Ziel, die negativen Auswirkungen auf unseren Planeten - insbesondere die Erwärmung - in Zukunft glaubhaft zu begrenzen. Auch das langfristige, aber viel zu wenig ehrgeizige Bekenntnis zur nennenswerten CO2-Reduktion vieler Staaten innerhalb der nächsten Jahrzehnte ändert daran nichts. Das wissen zwar (fast) alle, doch es will (fast) niemand wahrhaben.

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