Weihnachtsfrieden - auch an den Märkten?

19. Dez 2008 | Blog

VON Josef Obergantschnig

Diese Woche hat uns wieder einmal ein paar Überraschungen beschert - die amerikanische Notenbank hat uns das Weihnachtsfest mit einer weiteren Senkung der Leitzinsen auf unglaubliche 0 - 0,25% versüßt und damit die Schleusen komplett geöffnet. Laut Aussagen von Fed-Präsident Ben Bernanke erfordert die „außergewöhnliche“ Situation „außergewöhnliche“ Maßnahmen. Laut eines Berichts des renommierten Wall Street Journals sind die Überlegungen der US-Regierung hinsichtlich der Liquiditätshilfen für die großen Autokonzerne (Daimler, GM, Ford) nahezu abgeschlossen.

 

Auch die japanische Notenbank hat heute Morgen wie erwartet eine Zinssenkung um 20 Basispunkte durchgeführt (aktueller Satz: 0,10%). Weiters hat die Bank-of-Japan angekündigt, künftig kurzfristige Anleihen von Unternehmen aufzukaufen, um den Finanzierungsanforderungen gerecht zu werden. Auffallend war auch, dass die Rohstoffpreise, allen voran der Ölpreis, aufgrund der Nachfrageschwäche deutliche Preisrückgänge hinnehmen mussten.

 

Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten sind die Renditen in den letzten Tagen wieder deutlich zurückgegangen - beispielsweise hat die Rendite für 10-jährige deutsche Bundesanleihen in den letzten Tagen die „magische“ 3%-Grenze wieder unterschritten.

 

Für die letzten beiden Handelswochen des Jahres 2008 wird die Liquidität an den Märkten deutlich zurückgehen. Unserer Einschätzung nach bieten sich für die kommenden Jahre für risikobewusste Investoren viele Chancen (z.B.: High-Yield Anleihen, Corporate Bonds, Convertibles, etc.) - allerdings soll bei der Anlageentscheidung auch die Diversifikation eine entscheide Rolle spielen.

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