Kommentar des Fondsmanagements zur Finanzmarktkrise

10. Okt 2008 | News

Das Jahr 2008 wird vermutlich in die Geschichte eingehen und die Finanzwelt noch über viele Jahre beschäftigen. Ausgehend von der Immobilienkrise, die seit Juli 2007 ihr Unwesen treibt, verloren viele Veranlagungen deutlich an Wert. Besonders stark gebeutelt wurde der Finanzsektor, der einerseits mit sinkenden Aktienkursen als auch mit steigenden Renditeaufschlägen zu kämpfen hatte. Der große Unterschied zu den letzten Krisen wie beispielsweise der Asien- oder Russlandkrise ist, dass man in nahezu allen Veranlagungen deutliche Verluste hinnehmen musste, da ein Großteil der Investoren unabhängig der Asset-Klasse Gelder abzieht und in Cash parkt.

 

Internationalen Aktien verloren seit Jahresanfang durchschnittlich 45% an Wert. In den Zeitungen lesen viele verunsicherte Anleger täglich Horrormeldungen und werden massiv verunsichert. Dieses Szenario erinnert stark an das Ende des letzten Bärenmarktes im März 2003, wo sich ebenfalls die Zeitungen mit negativen Meldungen überschlugen und die letzten mutigen Anleger die Nerven verloren und ihre Positionen verkauften.

 

Fest zu halten ist, dass durch die Ereignisse der letzten Monate auch die globale Konjunktur angegriffen wird und die Wachstumsprognosen deutlich reduziert werden mussten. Auch die Gewinnsituation der Unternehmen wird sich eintrüben und die Arbeitslosigkeit wird durch diverse „Restrukturierungsprogramme“ ansteigen.

 

Das alles ist allerdings bereits in den aktuellen Kursen enthalten - anders lassen sich die aktuellen abnormen Bewertungsniveaus nicht erklären. Die Kunst ist es, die Situation nüchtern zu betrachten, Chancen und Risiken abzuwägen und sich nicht von den Medien beeinflussen oder gar leiten zu lassen. Die Notenbanken rund um den Globus versuchen mit enormen Liquiditätsspritzen das System am Laufen zu halten und viele Staaten sind bereit, den heimischen Unternehmen unter die Arme zu greifen und drohende Liquiditätsengpässe zu unterbinden.

 

Das Jahr 2008 wird unserer Einschätzung nach aber auch zweifelsohne als Jahr der Chancen in die Geschichte eingehen, in dem risikobewusste Investoren durch das Ausnutzen der aktuell abnormen Bewertungsdifferenzen hohe Ertragschancen vorfinden. Wichtig dabei sind vor allem gute Nerven und die nötige Zeit, um die eine oder andere Krise durchstehen zu können. So hat beispielsweise Warren Buffett, einer der erfolgreichsten Value-Investoren der letzten 50 Jahre, seine Liquiditätsbestände bereits deutlich reduziert und selektiv zugekauft.

 

Eines ist allerdings glasklar - wenn sich die Lage etwas stabilisiert, werden die vorhandenen Cash-Reserven sukzessive wieder investiert und dann wird es schnell wieder in die andere Richtung gehen. Der deutsche Aktienmarkt (DAX) stieg beispielsweise von seinen Tiefstständen Anfang März 2003 innerhalb weniger Monate um mehr als 50%. Als Anleger muss man sich bewusst sein, auch Krisen miterleben zu müssen - allerdings der nächste Aufschwung lässt selten allzu lange auf sich warten.

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