Apollo Styrian Global Equity

03. Mai 2012 | Blog

VON Johannes Szoncso

Der Apollo Styrian Global Equity ist ein Aktienfonds, der weltweit investiert. Seine Benchmark ist der MSCI World, der sich derzeit aus rund 1600 Titeln zusammen setzt.


Wenn man sich zur Aufgabe macht, die Performance eines Index zu replizieren, ist man vom Verlauf des Marktes abhängig. Marktbewegungen sind nicht vorhersehbar und darum nicht beeinflussbar. Abgesehen davon gibt es dennoch mehrere Möglichkeiten, die einem offen stehen.

 

Die einfachste Art besteht darin, alle Aktien des Index zu kaufen und immer umzuschichten, wenn sich entweder am Index etwas ändert oder der Fonds Zu- oder Abflüsse hat. Das Hauptproblem dieser Strategie besteht in den sehr häufig anfallenden Transaktionskosten, deshalb haben wir uns gegen dieses „Full Replication“ Modell entschieden.

 

Um den laufend anfallenden Kosten zu entgehen, wenden viele ETF-Anbieter Swapgeschäfte an. Sie schließen Swapgeschäfte mit Handelspartnern ab, welche die Differenz zwischen der Indexperformance und der Fondsperformance wettmachen. Dadurch sparen sie Transaktionskosten und können sich der Performance des Index nähern. (Diese Swapgeschäfte sind natürlich nicht kostenlos.) Wir haben uns auch gegen dieses Modell entschieden, weil wir nicht von einem Handelspartner abhängig sein möchten, das Emittentenrisiko möchten wir gerne vermeiden. Zusätzlich gibt es bei dieser Strategie Probleme mit differierenden Dividendeneinnahmen im Vergleich zum Index.

 

Wir haben eine Möglichkeit gefunden, die Nachteile beider vorgestellten Modelle zu verringern.
Mit Hilfe von Varianz- und Kovarianzanalysen, zweier voneinander unabhängiger Systeme, berechnen wir die Abweichungsrisiken unseres Portfolios vom Index. Als Ergebnis erhalten wir einen Ex-Ante Tracking Error, der uns Aufschlüsse über zu erwartende Performanceabweichungen gibt. Derzeit liegt dieser Ex-Ante Tracking Error zwischen 0,2% und 0,3%. Um diesen Tracking Error innerhalb unserer strengen Vorgaben zu halten und weiter zu minimieren, untersuchen wir die einzelnen Aktien auf deren Tracking Errors, bezogen auf die Benchmark, und wählen für den Handel diejenigen aus, welche die größten Abweichungsrisiken aufweisen.

 

Derzeit besteht unser Portfolio aus ca. 900 Titeln. Würden wir die Titelanzahl erhöhen, so würden die Transaktionskosten ansteigen, der Tracking Error würde sich aber nur marginal verringern. Würden wir die Titelanzahl verringern, so würde der Tracking Error relativ rasch ansteigen, die Transaktionskosten würden sich jedoch nur langsam verringern. Die derzeit 900 Titel stellen für dieses System eine optimale Portfoliogröße dar.

 

Zusätzlich achten wir auf die Länder- und Währungsgewichtungen, auf Abweichungen der Sektoren und auf Abweichungen bei der Marktkapitalisierung. Diese Abweichungen werden minimiert. Sektoren- und Währungsabweichungen werden großteils bereits in der Tracking Error Analyse berücksichtigt, um Abweichungen in der Marktkapitalisierung kümmern wir uns gesondert. Es geht uns darum, eine ausgewogene Mischung aus Small-, Mid-, und Largecaps im Portfolio zu haben, auch wenn dazu ein etwas höherer Ex-Ante Tracking Error in Kauf genommen werden muss.

 

Wir glauben, mit unserer „Stratified Sampling“ Strategie eine hervorragende Lösung zur Replizierung des MSCI World gefunden zu haben. Durch die geringere Titelanzahl verringern sich die Transaktionskosten signifikant. Wir müssen bei Änderungen im Index, sowie bei monetären Bewegungen im Fonds nicht sofort das gesamte Portfolio anpassen, sondern können aufgrund unserer mathematischen Methoden jene Aktien handeln, welche die größten Abweichungsrisiken zur Benchmark aufweisen. Wir verwenden Zu- und Rückflüsse innerhalb des Fonds dazu, unser Portfolio immer aufs Neue an den MSCI World anzupassen, ohne jedes Mal kostspielige Umschichtungen in Kauf nehmen zu müssen.


So bleiben die Transaktionskosten niedrig, dies hat einen direkten positiven Einfluss auf die Performance des Fonds. Gleichzeitig vermeiden wir vollständig Emittentenrisiken und Kosten für Swapgeschäfte.

Durch unser mathematisches Know-How, unseren langfristigen Erfolg und unsere ständige Weiterentwicklung sind wir überzeugt davon, auch in Zukunft mit dem Apollo Styrian Global Equity einen herausragenden Aktienfonds anbieten zu können.

 

Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: johannes.szoncso@securitykag.at