Eine Idee für unser Bildungssystem

16. Aug 2010 | Blog

VON Johannes Szoncso

Wie lernen junge Menschen heutzutage, mit Geld umzugehen?
Meiner Ansicht nach ist es für jeden Menschen sehr wichtig, Bescheid über Geld zu wissen. Leider wartete ich vergeblich darauf, in der Schule über Geld unterrichtet zu werden. Dieses Thema wird leider in unserem Bildungssystem nicht erwähnt. Wir verwenden Geld höchstens als Rechnungsmittel in Mathematik, und auch das nur höchst selten.

 

Es wundert mich keineswegs, dass AbsolventInnen verschiedenster Ausbildungen nicht die geringste Ahnung darüber haben, wie man mit Geld umgeht. Die meiste finanzielle Bildung, die wir alle automatisch erhalten, wird uns über die Werbung vermittelt. Zweitens lernen wir noch, dass wir für Geld arbeiten gehen können, um es hinterher wieder auszugeben (was viele Menschen ihr Leben lang tun). Einen großen Vorteil haben allerdings diejenigen, die von ihren Eltern ein gewisses Maß an sinnvoller finanzieller Bildung erhalten, da sind aber meiner Ansicht nach eher wenige als mehr.

 

Ich finde, dass es in den Schulen ein Unterrichtsfach geben sollte, in dem man über Geld lernt. Viele Leute wissen nicht einmal, wie man eine Einnahmen- / Ausgabenrechnung macht, geschweige denn welche Möglichkeiten es gibt, Geld zu investieren.


Da wundert es mich wenig, dass die Europäer den größten Teil ihrer Vermögen auf Sparbüchern liegen haben.

 

Das soll nicht heißen, dass das unbedingt schlecht ist. Es soll heißen, dass es vielleicht anders wäre, wenn man über mehr Möglichkeiten Bescheid wüsste. Über Geld zu reden gilt allgemein als verpönt, obwohl es unsere Existenzgrundlage darstellt.


Das Fach „Finanzielle Bildung“ soll, in meiner Vision, Auskunft über Investitionsmöglichkeiten und Risiken vermitteln. Es soll Auskunft darüber geben, wie wichtig Geld in der heutigen Gesellschaft ist. Das Unterrichtsfach soll helfen, Ängste vor dem Mysterium „Geld“ zu beseitigen. Es soll außerdem dabei helfen, sinnvolle Konsumentscheidungen für den Alltag zu treffen. Weiters soll gelehrt werden, was beispielsweise ein Handyvertrag mit 24-Monatsbindung, was ein Leasingvertrag und was eine Kreditkarte ist.

 

Für die meisten Erwachsenen ist das Wissen darüber selbstverständlich, doch wäre es oftmals nicht besser gewesen, manche Dinge etwas früher zu erfahren?

Ist es wirklich sinnvoll, erst aus leidvollen Erfahrungen im Umgang mit Geld zu lernen?

Welchen Mehrwert hätte da wohl eine finanzielle Bildung in der Schule?

 

Meiner Ansicht nach wäre das einer der besten Wege, um Kinder auf das Leben vorzubereiten.

Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: johannes.szoncso@securitykag.at