USA - Exportweltmeister von Problemen

20. Feb 2009 | Blog

VON Dieter Rom

Im Rahmen der Subprime Krise haben europäische Finanzinstitute für 315 Mrd. USD Häuser in den USA gebaut. Die Schuldner können nicht bezahlen. Das Gute daran für die USA - die europäischen Banken haben keinen Zugriff auf die Immobilien. Das Geld ist als Direktsubvention an die USA vergeben.

 

Etliche arabische Staatsfonds haben Anfang 2008 noch Eigenkapital (in Mrd. Höhe) für die Rekapitalisierung von US Banken wie Citigroup (einst größte Bank der Welt) zur Verfügung gestellt. Dieser Kapitaleinsatz wird wohl auch abzuschreiben sein.

 

Finanziert wurde der Konsum der US-Amerikaner (Die USA konsumierten über Jahre um gut 5% mehr als sie erwirtschafteten). Finanziert wurde all dies hauptsächlich von Entwicklungsländern (vor allem China und Indien die gemeinsam über 1.000 Mrd. USD US Staatsanleihen besitzen).

 

Langsam finden sich aber keine Abnehmer mehr für den enormen Geldbedarf der USA - im Jahr 2009 voraussichtlich in der Höhe von 10% der Wirtschaftsleistung.

 

Doch auch hier findet sich ein genialer Ausweg. Der moderne Ausdruck für Drucken von Geld heißt heute "quantitative easing". Über Jahrzehnte hat die US Notenbank zusätzlich 6,5% p.a. Währungsbasis geschaffen (entspricht der Steigerung des Nominellen Wirtschaftswachstums). Im letzten halben Jahr stieg die Geldschöpfung aber um 110% an.

 

Dies kann aber zu einer massiven Geldentwertung führen. Dies scheint aber die Lösung aller Probleme der USA zu sein. Als größter Schuldner der Welt hat die USA ihre Schulden ja schon exportiert. Sind diese dann wertlos ist dies wohl das Problem der anderen.

 

 

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