Geldmarkt - Ein Allheilmittel?

17. Jun 2008 | Blog

VON Peter Ladreiter

Ein ganz seltenes Phänomen hat sich in den letzten Wochen auf den europäischen Kapitalmärkten breitgemacht: Es werden für kurzfristige Anleihen teilweise höhere Zinsen bezahlt als für langfristige Titel. Inverse Zinskurve nennt man das in Fachkreisen und dieses Phänomen führt dazu, dass viele Anleger ihr Kapital in Geldmarktpapieren anlegen, um von den hohen Zinsen zu profitieren.

 

Aber ist dies für viele Investoren überhaupt sinnvoll? Jedenfalls nicht für jene, welche auf der anderen Seite langfristige Verbindlichkeiten haben (meist Versicherungen) und diese mit den Erträgen aus der Anlageseite tilgen müssen. Aber auch viele Privatinvestoren haben Verbindlichkeiten (Darlehen), welche meist mit Tilgungsträgern gedeckt werden. Auch für diese Anleger ist eine langfristige und strategische
Ausrichtung der Veranlagung im Tilgungsträger sinnvoll - und nicht der Geldmarkt, selbst wenn dieser aktuell verlockend hohe Renditen hat.

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