Champagner fließt in Strömen im Bundeskanzleramt - Worin besteht der Konnex zur Bank Austria?

13. Nov 2015 | Blog

VON Dieter Rom

Die Gerüchteküche deutete es schon länger an. Die Unicredit holt das Osteuropageschäft nach Italien zurück und für das Privatkundengeschäft stehen jedenfalls noch kräftige Veränderungen bevor.

 

Nach abgeschlossenem Wirtschaftsstudium wollte der Verfasser dieser Zeilen in einem Trainee Programm der damaligen Creditanstalt Aufnahme finden (im Jahr 1988). Die CABV war das Maß aller Dinge für Absolventen, die es in den Finanzbereich gezogen hat. Die CA war eine elitäre Bank - im positiven Sinne.

 

Durch die Fusionen mit Zentralsparkasse und Länderbank ist die CA dann im Bauch der Gemeinde Wien gelandet und über die AVZ-Stiftung in einer angeblichen Privatisierung (es ist hier kein Geld geflossen. Es wurden nur Aktien getauscht) an die HVB verkauft. Ein seltsamer Vorgang in der Politik. Man tauscht eine Aktienmehrheit gegen einen unbedeutenden Anteil an einer größeren Bank in Bayern. Endstation Mailand.

 

Im Zuge der Finanzkrise konnte man die Wertschätzung seitens des Bundekanzlers für die Finanzindustrie feststellen. Der Verfasser schätzt das produzierte Stimmungsbild folgendermaßen ein: Alle Banken sind Verbrecher, Schurken und sonstige Übeltäter, die für alle Schwierigkeiten im Staate Österreich verantwortlich sind. Geschürt wurde dieses Bild über die Medienpräsenz der Regierung und geknebelt sind die Bösen über Bankensteuer und sonstige überbordende Regulierung.

 

Endlich zieht der erste dieser Schurken aus Österreich ab. Die Regierung hat ihr Ziel erreicht und kann dies heute entsprechend feiern. Da sich Institute, deren Konzernzentralen sich nicht in Österreich befinden, einfach mit vielen Kernteilen in wirtschaftsfreundlichere (zukunftsorientierte) Länder zurückziehen können, ist es nur eine Frage der Zeit, an der die nächste Champagnerparty stattfindet (wahrscheinlich unter der Mitwirkung einer Finanzheuschrecke, die möglicherweise schon bald nicht nur die Gewerkschaftsbank sondern auch die  „rote Bank Wiens“ in ihrem Bauch haben wird).

 

Die Frühpensionisten und die „schlanke“ Verwaltung werden den Staat Österreich schon retten.

 

Zuletzt die gute Nachricht:

Nachdem die österreichische Bundesregierung wenigstens die Annäherung an die Europäische Union und den Beitritt zur EU durchgebracht hat, sind die Österreicher wenigstens in der Bestimmung ihrer Veranlagung frei. Wir müssen nicht in Österreich veranlagen und werden hier zumindest nur an der Steuerlast leiden. Das Kapital und eine geringe Rendite kann wahrscheinlich gerettet werden.

 

Prost!

Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: dieter.rom@securitykag.at