Singapur – die teuerste Stadt der Welt!

07. Apr 2017 | Blog

VON Josef Obergantschnig

Singapur kann sich zum bereits vierten Mal in Folge als teuerste Stadt der Welt bezeichnen. In der jüngst publizierten Studie von Economist Intelligence Unit, in welcher Preise von 160 Gütern und Dienstleistungen in 133 Städten berücksichtigt wurden, erwiesen sich vor allem asiatische Städte als sehr teuer.

 

Abbildung: Cost-of-Living – Top- 10: Teuerste und billigste Städte 2016

Quelle: Economist Intelligence Unit, Economist.com

 

Neben Singapur scheinen auch Hong Kong (2. Platz) Tokio (4. Platz), Osaka (5. Platz) und Seoul (6. Platz) - gleich fünf asiatische Städte -  in den Top-6 auf. Europa ist mit Zürich (3. Platz) Paris und Genf (7. Platz) sowie Kopenhagen (9. Platz) viermal in den Top-10 vertreten, wohingegen es New York (9. Platz) als einzige Stadt Amerikas in die Top-10 schaffte. Die Lebenskosten in Singapur sind um 20% teurer als in New York. Die billigsten Lebenskosten weist Almaty (Kasachstan) auf, die lediglich 38% jener New Yorks betragen. In Lagos (Nigeria) und Bangalore (Indien)  ist das Leben nur unwesentlich teurer.

 

Abbildung: Cost-of-Living – 2006 vs. 2016

Quelle: Economist Intelligence Unit, Economist.com

 

In den vergangenen 10 Jahren kam es zu großen globalen Verschiebungen. Innerhalb der letzten Dekade  haben sich europäische Städte durchwegs verschlechtert. Im Jahr 2006 waren noch acht Städte der Top-10 des Cost-of-Living-Index in Europa beheimatet. London verlor durch die Abwertung des Pfundes nach dem Brexit-Referendum deutlich an Boden und belegt mit dem 24. Platz die niedrigste Position seit zwei Jahrzehnten. Österreichs Hauptstadt Wien konnte den 21. Platz belegen und liegt damit erstmals drei Plätze vor London und einen Platz vor Frankfurt.

 

Anhand dieser Analyse werden auch globale Verschiebungen offensichtlich. Während der asiatische Raum zunehmend an Bedeutung gewinnt, befindet sich Europa am absteigenden Ast. Für Europa wird es Zeit, sich seiner Stärken zu besinnen und sich damit im internationalen Wettbewerb zu behaupten.

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