Kennen Sie das meistverkaufte Auto der Welt?

01. Aug 2017 | Blog

VON Dieter Rom

 

So werden die Klimaziele des Pariser Abkommens „sicher“ erreicht werden?! Aber die USA steigen aus diesem Vertrag aus. Ist jetzt Dieselgate ein Skandal (ein Auto das 5 Liter Diesel auf 100 km verbraucht) – die gesetzlichen Grenzwerte für Abgase werden von Dieselfahrzeugen nicht eingehalten oder ist es die gesetzliche Erlaubnis, dass solche Fahrzeuge überhaupt zugelassen werden?

 

Das Übereinkommen von Paris (französisch Accord de Paris, englisch Paris Agreement) ist eine Vereinbarung der 195 Mitgliedsstaaten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) mit dem Ziel des Klimaschutzes in Nachfolge des Kyoto-Protokolls.

 

Das Übereinkommen wurde am 12. Dezember 2015 auf der UN-Klimakonferenz in Paris verabschiedet und sieht die Begrenzung der menschengemachten globalen Erwärmung auf deutlich unter 2°C gegenüber vorindustriellen Werten vor. Mit Stand vom 1. Juni 2017 erkennen es alle Staaten der Erde bis auf Syrien, Nicaragua und die USA an. China ist Spitzenreiter beim CO²-Ausstoß (28,21% aller Treibhausgase), gefolgt von den USA (15,99% aller Treibhausgase).

 

Als Kyoto Nachfolger ist das Pariser Abkommen der erste Erfolg, da alle Teilnehmer Pläne vorgelegt haben, die den Weg zur Reduktion der Treibhause beschreiben bzw. festlegen. Die Schwachstellen sind, dass es bei Nichteinhaltung keine Sanktionen gibt und dass der Flug- und Schiffsverkehr vom Abkommen ausgenommen sind.

 

Wird die aktuelle Selbstverpflichtung aller teilnehmenden Staaten (noch inklusive USA) eingehalten, errechnet sich eine Klimaerwärmung von rund 3°C. Das Risiko nach oben abzuweichen ist durchaus gegeben. Ab 2050 muss die Welt CO²-negativ funktionieren. Es muss mehr CO² gebunden als ausgestoßen werden. D.h. ein Großteil der fossilen Brennstoffe muss unter der Erde bleiben und ist wirtschaftlich nicht mehr verwertbar.

 

Dass es hier unterschiedliche Interessenslagen gibt, ist an der Entwicklung der Kohle- und Erdölpreise ablesbar. Die erdöl- und erdgasproduzierenden Länder haben erkannt, dass Ölpreise jenseits der 100 USD Grenze pro Barrel alternative Energien sehr attraktiv erscheinen lassen. Mit den tiefen Ölpreisen versucht man die Konsumenten weiterhin am Öltropf zu halten.

 

Die Frage ist, ob die Vernunft der Menschheit siegt oder ob es zuerst zu einer größeren Katastrophe kommen muss, um den Klimazug in die richtige Richtung zu schicken. Hoffentlich ist er aber nicht schon abgefahren.

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