Politische Machtspiele voraus

19. Apr 2018 | Blog

VON Dieter Rom

Der US-Präsident wählt, gestärkt durch die erfolgreiche Umsetzung der Steuerreform, eine aggressivere Vorgangsweise in der Weltpolitik.


Russland, das sich durch mögliche Annäherung der Ukraine an EU und Nato in Bedrängnis gebracht fühlt, besetzte die KRIM – wohl auch in der Angst, sonst den Zugang zu seinem einzigen direkt zugehbaren eisfreien Hafen (Sewastopol) zu verlieren. Gleichzeitig besitzt Russland einen militärischen Stützpunkt in Syrien, der wahrscheinlich nur mit dem Verbleib des jetzigen Regimes für Russland auf Dauer haltbar ist.


Der Machtvormarsch der USA wurde dadurch gebremst. In stiller strategischer Manier hat sich China in afrikanische Staaten zur Deckung seines Rohstoff- und Nahrungsmittelbedarfes eingekauft und baut langsam seine Seestreitkraft aus, was in einer konfliktbehafteten Präsenz im Süd- und Ostchinesischen Meer sichtbar ist.


Der Einfluss des Iran zieht sich über den schiitisch regierten Irak bis zur Hisbollah nach Syrien. Der Ausbau des Machtbereichs ist den USA und Saudi Arabien ein Dorn im Auge.


Präsident Trump wirkt in seiner Vorgehensweise aggressiver und unberechenbar. Das Auftreten gleicht dem CEO eines multinationalen Konzerns, der volle Rückendeckung seiner Eigentümer hat.


Die jüngsten Sanktionen gegen Russland werden die dortige Wirtschaft belasten und der Erfolg dieser Aktionen auf der weltpolitischen Bühne wird sich weisen.


Es ist also genügend Zündstoff zusätzlich im Raum, welcher die Finanzmärkte zumindest kurzfristig irritieren könnte. Die Weltwirtschaft aber befindet sich, ökonomisch betrachtet, derzeit in einem guten Zustand.

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