Heimautomatisierung – komfortabel und sicher?

25. Okt 2018 | Blog

VON Johannes Szoncso

In den letzten Jahren kamen immer mehr Heimautomatisierungssysteme auf den Markt, es wurde ein richtiger Boom ausgelöst. Mittlerweile können Heizungen, Jalousien, Lichtanlagen, Tür- und Fensterschlösser, Alarmanlagen, Bewässerungssysteme, Steckdosen und viele andere Dinge automatisiert betrieben werden.


Dazu werden viele verschiedene Verwaltungssysteme genutzt. Viele der heutigen Heimautomatisierungssysteme nutzen Funknetz-Techniken wie ZigBee oder Z-Wave als Kommunikationsprotokolle zwischen den Geräten und Aktoren. Zigbee verwendet die 2,4Ghz Frequenz, die unabhängig von der WLAN Frequenz ist, um vorhandene WLAN Netzwerke nicht zu stören. Z-Wave nutzt eine Frequenz von 868 Mhz, die im Allgemeinen eine bessere Wanddurchdringung hat als die 2,4 Ghz Frequenz. Die beiden Standardtechniken ZigBee und Z-Wave werden von unterschiedlichen Herstellern genutzt, was aber nicht automatisch bedeutet, dass diese auch untereinander kompatibel sind, das kommt auf den Hersteller an. Grundsätzlich unterstützen die beiden Kommunikationsstandards die AES-128-Bit Verschlüsselung, die aber nicht immer genutzt werden muss. Zusätzlich zu diesen Systemen gibt es auch noch autonome Systeme, die nur von einem Hersteller genutzt werden, wie beispielsweise Homematic. Dieses System kommuniziert auch über die 868 Mhz Frequenz und wird auch BidCos genannt. BidCos steht für bidirektionale Kommunikation. Das bedeutet, dass in diesem System Funksignale vom Empfänger auch rückgemeldet werden, wodurch die Sicherheit des Systems steigt. Das System nutzt den AES-128-Bit Verschlüsselungsstandard, der weltweit als sicher angesehen wird. Das genutzte Protokoll ist auf batteriebetriebene Geräte optimiert, der Stromverbrauch der Komponenten ist demnach sehr gering.


Alle Smart Home Systeme haben gemeinsam, dass sie Aufgaben im Haus übernehmen, um die wir uns nicht mehr selbst kümmern müssen. Das ist sehr komfortabel und verringert den Energieverbrauch für verschiedenste Geräte, vor allem für die Heizung. Ein besonderes Augenmerk ist jedoch auf die Sicherheit zu legen, da bei kritischen Smartlösungen wie Türschlössern, Anwesenheitsdetektoren und Fensteröffnern erhöhte Vorsicht geboten ist. Von Vorteil ist hier zum Beispiel, wenn diese Teile des Systems keine ständige Verbindung zum Internet haben, sondern auch autonom funktionieren. Zu Bedenken ist auch das Verhalten der Steuerung bei Stromausfall. Batterie- (oder Akku-) betriebene Geräte, die autonom arbeiten, können hier von großem Wert sein, da diese auch bei Stromausfall funktionieren. Gut überlegen sollte man sich auch die Steuerung von Geräten über Sprachbefehle, wie sie über Google Assistant oder Amazon Alexa möglich sind. Da Geräte einzeln in diesen smarten Lautsprechern freigeschalten werden, ist darauf zu achten, dass heikle Geräte besser nicht über die Sprachbefehle steuerbar sind. Das kann dabei helfen, unvorhergesehene Zwischenfälle zu vermeiden.


Im Bereich der Heimautomatisierung ist sicher noch einiges an Entwicklung möglich, aber es gibt bereits wirklich gute Lösungen, die auch unabhängig vom Internet oder von Steuerungen über die Cloud sehr gut funktionieren. Der Mehrwert ist durch sinkende Energiekosten und effiziente Gerätesteuerung absolut gegeben, solange die Sicherheit nicht zu kurz kommt.


Heutzutage sollte sich daher auch jedes Unternehmen Gedanken zu diesem Thema machen, da das Einsparungspotenzial groß ist. So könnte man die Heizung an die zeitlichen Bedürfnisse anpassen, ohne die Räumlichkeiten unnötig zu überheizen. Analog wäre eine Steuerung der Klimaanlage denkbar. Man könnte Rollläden automatisch dem Sonnenstand anpassen, um die Sonneneinstrahlung optimal zu nutzen. Weiters könnte man viele Bereiche in der Nacht oder am Wochenende stromfrei schalten, um Energie zu sparen. Auch eine helligkeits- oder zeitabhängige Lichtsteuerung, kombiniert mit Bewegungsmeldern an weniger frequentierten Orten wie Gängen oder Stiegenhäusern wäre denkbar.


Solche Maßnahmen erfordern heute Investitionen, die sich zwar erst mit der Zeit finanziell amortisieren, aber sofort Wirkung in der nachhaltigen Optimierung des Energieverbrauchs zeigen. Und das ist sowohl für Privathaushalte als auch für jedes moderne Unternehmen erstrebenswert.


Wie man im Downloadbereich unserer Homepage im Nachhaltigkeitsbericht nachlesen kann, unternimmt die Security KAG seit vielen Jahren große Anstrengungen, das Unternehmen nachhaltiger zu gestalten. Dieser Prozess wird wohl nie abgeschlossen sein, weil es immer noch etwas zu verbessern gibt. Eine Automatisierung der Heizungssteuerung könnte ein weiterer Schritt in diese Richtung sein.

Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: johannes.szoncso@securitykag.at