Exit vom BREXIT?

27. Feb 2019 | Blog

VON Peter Ladreiter

Seit der Abstimmung zur Frage des EU-Austritts des Inselreiches im Juni 2016 ist nun schon viel Wasser die Themse heruntergeflossen. Im Gegensatz dazu sind die Aktivitäten für einen geordneten Austritt Großbritanniens nachhaltig ins Stocken geraten, sodass knapp drei Jahre nach dem Referendum unklare Verhältnisse drohen.

Sollten die britischen Politiker nicht vollends ihr Gesicht verlieren, dürften Fortschritte weiterhin ausschließlich durch Zeitknappheit herbeigeführt werden und nicht durch rationale und auf dem neuesten Erkenntnisstand basierenden Entscheidungen.

Denn fest steht, dass

- durch einen (ungeregelten) BREXIT sowohl der EU, als auch insbesondere Großbritannien ein ordentlicher Wohlstandsverlust beschert wird.

- durch die BREXIT-Diskussion die britische Bevölkerung und die politischen Parteien tief gespalten werden, sodass tragfähige und sinnvolle Kompromisse kaum mehr gefunden werden können.

- sich die Verunsicherung im Vorfeld schon jetzt in gedämpften Wachstumserwartungen niederschlägt, insbesondere im Bankensektor.

- das Verlassen der EU für Großbritannien noch weitreichende Folgen haben wird und viele praxiserprobte rechtliche Gepflogenheiten zur EU wohl erst im Laufe der nächsten Jahre aufgelöst werden können.

- ein (ungeregelter) BREXIT die Isolation auf der Insel vorantreiben wird, mit Auswirkungen auf Tourismus, gesellschaftliche Entwicklung und Vielfalt.

 

Im allerletzten Moment wird es in Großbritannien eine überraschende Wendung geben. Nicht weil Vernunft einkehren wird, sondern aus purer Angst vor dem Unkontrollierbaren, vor maßloser Überforderung und Panik...

 

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