Neue Studie der Security KAG zum Thema ESG-Investment

10. Mai 2019 | News

Wieder einmal stellt die Security KAG ein Produkt ihrer Grundlagenforschung – eine weitere Studie -  vor. Diesmal geht es um die Auswirkungen der einzelnen ESG-Segmente (Environment, Social, Governance) auf das Asset Management in den entsprechenden Nachhaltigkeitsfonds.

 

Die Autoren, Dr. Josef Obergantschnig, Daniel Kupfner, Philipp Ebner und Stefan Donnerer,
untergliederten die Studie in drei unterschiedliche Bereiche, wobei im ersten Teil die Auswirkungen einer Implementierung von Nachhaltigkeitsaspekten auf ein globales Aktienuniversum analysiert wurden. Als Basis dienten Daten der Nachhaltigkeitsrating-Agenturen Thomson Reuters und ISS-oekom Research AG.

 

Bildquelle: Security KAG (v.l.: Daniel Kupfner, Philipp Ebner, Josef Obergantschnig, Stefan Donnerer)

 

Dr. Josef Obergantschnig, Chief Investment Officer der Security KAG, erklärt den Grundansatz dieses Studienteils: „Neben einer ganzheitlichen Betrachtung haben wir Nachhaltigkeit in verschiedenen „Schärfegraden“ - also wie viel des Universums durch die Integration von Nachhaltigkeit ausgeschlossen wird - untersucht. Dazu haben wir drei unterschiedliche Schärfegrade definiert und aussagekräftige Ergebnisse erzielt. Interessant dabei ist auch der Vergleich zwischen den einzelnen Nachhaltigkeitsrating-Agenturen. Die investierbaren Portfolios weisen große Unterschiede auf. So ist beispielsweise bei ISS-oekom Research AG im Vergleich zu Thomson Reuters Europa stark übergewichtet.“

 

„Im zweiten Teil der Studie“, ergänzt Mitautor Daniel Kupfner, „sind wir der Frage nachgegangen, ob die Integration von Nachhaltigkeitskriterien in der Vergangenheit einen aktiven Performancebeitrag erzielen konnte. Dabei wurden zwei unterschiedliche Varianten getestet. Zum einen wurden ausschließlich jene Titel ausgewählt, die aufgrund der Nachhaltigkeitsbeurteilung das beste Ranking aufwiesen. Die Struktur der Benchmark blieb dabei unbeachtet. In der anderen Variante wurden die Titel ebenfalls aufgrund der Nachhaltigkeitsgüte bestimmt. Es war uns wichtig, die Struktur der Benchmark hinsichtlich Sektoren, Marktkapitalisierung und Währungen weitestgehend abzubilden.“

 

Der dritte Teil der Arbeit geht der Frage nach, ob nachhaltige Portfolios gewisse Faktoreigenschaften aufweisen. „Im Rahmen der Methodik wurden bei Unternehmen vier Faktoren (Value, Quality, Momentum, Volatility) analysiert und in 10 Dezile eingeteilt“, so Philipp Ebner vom Autorenteam. „In den Analysen haben wir die Faktoreigenschaft eines Nachhaltigkeitsportfolios des Jahres 2008 jenem des Jahres 2018 gegenübergestellt. Zudem wurde zwischen positiven Faktoreigenschaften (1. und 2. Dezil) und negativen Faktoreigenschaften (9. und 10. Dezil) unterschieden“, so Ebner weiter.

 

Stefan Donnerer fasst die Studie wie folgt zusammen: „Wir möchten festhalten, dass eine Diversifikation auch im Nachhaltigkeitsbereich Sinn macht. Das Gesamtergebnis (Combined Score) weist drei erkennbare Vorteile auf. Dies sind ein geringfügiger Performance-Beitrag im Vergleich zur Benchmark, eine bessere Nachhaltigkeitsgüte im Vergleich zu den Einzelvarianten und eine Untergewichtung von Aktien mit schlechten Faktoreneigenschaften.“

 

„Bei der Portfoliostrukturierung ist laut unseren Studienergebnissen darauf zu achten, sich den Charakteristika der Benchmark anzunähern. Wenn man sich ausschließlich an den Nachhaltigkeitskriterien orientiert, erhält man ein signifikant schlechteres Ergebnis in allen wesentlichen Bereichen. Ich bedanke mich beim Autorenteam und hoffe, dass wir mit unseren Erkenntnissen einen Beitrag zur weiteren Professionalisierung von nachhaltigem Investment beisteuern konnten “, so Dr. Josef Obergantschnig im abschließenden Conclusio.

 

ESG-Studie 2019