Neues Jahr, neues Glück….

07. Jan 2022 | Blog

VON Peter Ladreiter

Das abgelaufene Jahr hat mit vielen Überraschungen aufgewartet, die meisten davon waren für die Finanzmärkte durchaus positiv. Natürlich hoffen die meisten auf eine Forstsetzung, doch so einfach wird das nach den überaus positiven Monaten nicht, daher nachfolgend einige Trends, welche sich für 2022 durchaus anbieten…

 

- Nach zwei Jahren Dominanz in der Berichterstattung wird Corona in den nächsten Monaten aus dem Hauptfokus weichen. Die hochansteckende Omikron-Variante wird die letzte große Welle sein, jedoch erfreulicherweise im Vergleich zu Delta weniger Opfer fordern. Hingegen wird es für China aufgrund der fehlenden Grundimmunisierung immer schwieriger, die Zero-Covid-Politik erfolgreich durchzuführen.

- Die zuletzt stark gestiegene Inflation wird sich im 2. Halbjahr nachhaltig beruhigen, sehr zur Freude der tendenziell expansionsfreudigen Notenbanken. Die größte Unsicherheit dabei ist die Covid-Entwicklung in China, welche bei einer Eskalation rasch zu erneuten Lieferengpässen führen könnte.

- Auch 2022 wird nicht das Jahr der großen Zinswende sein. Obwohl in den USA Zinsschritte erfolgen werden, sollten diese nicht sehr weitreichend sein.

- Die anhaltend tiefen Zinsen rücken das Thema der Staatsverschuldung weiter in den Hintergrund. Durch die stark wachsende Wirtschaft in Kombination mit der noch erhöhten Inflation werden die Staatsschulden im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung sogar verbreitet sinken.

- Sachwerte, insbesondere Aktien, sind infolge der weiterhin tiefen Zinsen noch immer gefragt. Obwohl die Bewertungen inzwischen weiteres Gewinnwachstum einpreisen, sind Anleger bereit, weiterhin Risiken zu nehmen.

- Die Volatilität an den Märkten, die schon im vergangenen Jahr stetig gestiegen ist, wird weiterhin hoch bleiben. Die Anleger preisen damit mögliche Korrekturen ein, die mit Fortdauer der Hausse dann immer wahrscheinlicher werden.

- Politisches Säbelrasseln wird es auch im neuen Jahr geben, doch sollten sich daraus zumindest bei den globalen Mächten (USA, China, Russland) keine ernsthafteren Konflikte ergeben, da alle Seiten mehr zu verlieren als zu gewinnen hätten.

 

Wie auch immer, es gibt sicherlich weitere Unsicherheiten und Gefahren an den Märkten, doch es ist sicher, dass es weiterhin notwendig sein wird, sein Vermögen zwecks Kaufkrafterhalt in höherwertige Anlageformen zu bringen, denn sichere Kapitalanlagen versprechen leider nur sichere (Kaufkraft)Verluste.

Hier können Sie den Verfasser gerne kontaktieren: peter.ladreiter@securitykag.at