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02. März 2026
Die Basis zählt
Die olympischen Winterspiele 2026 sind vorbei und die österreichischen Spitzensportler können auch diesmal wieder an die Erfolgsserie im Medaillenspiegel anknüpfen. Mit 18 gewonnenen Medaillen liegt die österreichische Sportnation genau am Ergebnis der letzten Spiele in Peking im Jahr 2022. Wobei diesmal 2 Goldmedaillen weniger eingefahren wurden, dafür wurden die Plätze Silber und Bronze um eine Medaille weiter ausgebaut. Im Rückspiegel betrachtet wurde die Anzahl der verdienten Medaillen (#18) das letzte Mal vor 20 Jahren überschritten. Die ebenfalls in Italien ausgetragenen olympischen Winterspiele von 2006 waren für die österreichischen Olympioniken ein wahrer Goldregen. Mit 23 erzielten Bestplätzen und davon 9 kassierten Goldmedaillen waren die Spiele von Turin das All-time High in der olympischen Sportgeschichte.
Die zahlreichen emotionalen Interviews und Dokumentationen von Sportlern über die Gründe ihrer Erfolge liefern Parallelen zum Finanzmarkt. Ein wesentlicher Faktor für den sportlichen Höhenflug liegt in der Ausdauer und in einem immer wiederkehrenden Basistraining begründet und das alles gepaart mit Rückschlägen und mentalen Achterbahnen. Das Core-Training eines Leistungssportlers stellt die Grundlage für seinen Leistungserfolg. Ähnlich verhält es sich beim Investieren. Die Auswahl eines Basisinvestments stellt das Fundament für den zukünftigen Finanzerfolg dar. Die Grundlage für ein Core-Portfolio liegt in einem breit diversifizierten Aktienkorb der entwickelten Länder fundiert. Diese Zusammensetzung weist eine Vielzahl von international operierenden Unternehmen auf und widerspiegelt sozusagen die Entwicklung der Weltwirtschaft. Medial wird die Sinnhaftigkeit des Aktienkorbes aktuell wieder oft in Frage gestellt. Vor allem unter dem Blickwinkel der Diversifikation. Mit einem Gewichtungsanteil von rund 70% halten US-Aktien den Löwenanteil im Portfolio. Insbesondere wird dem IT-Sektor im aktuellen Umfeld große Aufmerksamkeit geschenkt. Unter dem Gesichtspunkt kann man dem aktuellen Bashing schon Glauben schenken. Um den Bogen jetzt wieder ins Jahr 2006 zu spannen, fällt auf, dass es im Zeitablauf immer wieder zu Titelkonzentrationen kommt. Im Aufwind der Jahre vor der großen Finanzkrise 2008/09 gehörten Unternehmen im Finanzsektor zu den dominierenden Aktien im damaligen Gefüge. Börsennotierte Gesellschaften aus der Branche wurden mit Nahe zu einem ¼ gewichtet.
Abbildung 1: Veränderung Sektorengewichtung Stand 2006 bis aktuell (02 2026)
Nichtsdestotrotz ist der Anstieg auf Einzeltitelebene absolut bemerkenswert. Im Jahr 2006 zählte Exxon Mobil Corp. und General Electric Co. mit rund 1,7% und rund 1,4% zu den Schwergewichten. Die aktuelle Komposition besteht aus 5,40% NVIDIA Corp. und 4,60% Apple Inc. im Top-Segment! Eine Titelkonzentration auf Länder- und Sektorenebene ist unverkennbar, jedoch bildet das Core-Investment, so wie für den Sportler das Basistraining, einen wichtigen Eckpfeiler für den langfristigen Erfolg. Das Portfolio wirft eine Marktrendite in Form der Beteiligung am Weltwirtschaftskuchen ab und konzentriert die Investitionen genau dort, wo zukünftige Gewinne erwartet werden. Natürlich auch mit der Gefahr, wie Wettkämpfer im Spitzensport den einen oder anderen herben Rückschlag oder eine mentale Herausforderung zu durchlaufen.
Ob der IT-Sektor am Kipppunkt solch einer Herausforderung steht, lässt sich nicht objektiv beurteilen. Die zukünftige Allokation des global entwickelten Aktienportfolios wird es der Finanzcommunity jedoch zeigen.
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