
Blog
28. August 2025
Singapur
Singapur liegt an der Südspitze der malaysischen Halbinsel. Es besitzt eine Fläche, die etwas kleiner ist als Andorra und Malta zusammen, allerdings mit über neun Mal so vielen Einwohnern, nämlich 5,7 Millionen. 74% davon sind Chinesen, 13% Malaien und 9% Inder. Es ist eine der am dichtesten besiedelten Städte der Welt.
Singapur wurde 1819 als Handelsposten der Britischen Ostindien-Kompanie gegründet und wurde 1867 britische Kronkolonie. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem Singapur von Japan besetzt war, erhielt es 1959 innere Selbstverwaltung. 1963 trat Singapur der Malaysischen Föderation bei, verließ sie jedoch 1965 aufgrund politischer und wirtschaftlicher Differenzen.
Wirtschaftliche Kernsektoren Singapurs sind der globale Handel, Finanzdienstleistungen, Hightech-Industrie und Logistik. Der Hafen von Singapur ist der zweitgrößte Containerhafen der Welt (nach Shanghai) und fungiert als Knotenpunkt für den Warenverkehr zwischen Asien, Europa und Nordamerika.
Laut dem International Migration Report ist Singapur führend in Bezug auf die Zuwanderung von Fachkräften pro Kopf. Es zeichnet sich durch ein hohes Bildungsniveau aus, das sich auch in regelmäßigen Spitzenplätzen bei den PISA-Studien in den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Leseverständnis niederschlägt. Eine frühe Einführung dieser Fächer in der Grundschule, Bildungsausgaben von 3,2% des BIP, zusätzliche Unterstützung von Kindern aus benachteiligten Verhältnissen und eine hohe kulturelle Wertschätzung von Bildung zielen auf diesen hohen Stellenwert ab.
Singapur hat eines der liberalsten Steuersysteme der Welt, was es zu einem attraktiven Standort für Unternehmensansiedlungen macht. Die Unternehmenssteuer liegt bei maximal 17 %, und es gibt zahlreiche Steuervergünstigungen für Forschung und Entwicklung.
Kritische Seiten Singapurs betreffen die autoritäre Demokratie des Landes sowie die sehr niedrige Pressefreiheit, bei der es Platz 126 (von 180) belegt. Die Regierungspartei (People’s Action Party, PAP) regiert seit der ersten Wahl 1959 mit einer absoluten Mehrheit. Fast alle Medien stehen in staatlichem Einfluss und werden autoritär gelenkt. Viele Journalisten üben Selbstzensur. Kritische Journalisten und die Opposition werden mit Verleumdungsklagen und Anklagen wegen Störung der öffentlichen Ordnung unter Druck gesetzt.
Wirtschaftlich zeigt es sich von der gegenteiligen Seite. Es gilt als eines der korruptionsärmsten Länder. Das ist primär auf institutionelle Maßnahmen zurückzuführen, die hohe Strafen vorsieht, eine Anti-Korruptionsbehörde, die auch ohne Genehmigung Untersuchungen einleiten kann und wirtschaftsfreundliche Regulierungen, die Stabilität gewährleisten. Insgesamt hat sich die investitions- und innovationsfreundliche Nation zu einer der wirtschaftlich erfolgreichsten der Welt entwickelt.
Risikohinweis
Die Security BLOGS stellen lediglich die persönliche Meinung des Verfassers im Erstellungszeitpunkt und daher nicht die Meinung des Medieninhabers dar. Eine Haftung für diese Aussagen kann vom Medieninhaber ausdrücklich nicht übernommen werden.
Weitere InformationenWeitere Artikel des Autoren
Sicherheit
faktenbasiert.