Ein Warnsystem für eine Welt, die es nicht mehr gibt?
In seinem aktuellen Beitrag analysiert die Security KAG die Aussagekraft klassischer Frühwarnindikatoren des Anleihenmarktes – darunter die inverse Zinskurve, die Zinsvolatilität und Credit Spreads – im Hinblick auf mögliche Aktienmarktkorrekturen. Die Untersuchung zeigt, dass diese Indikatoren in früheren Marktphasen, etwa während der Dotcom-Krise oder der Finanzkrise 2008, durchaus wertvolle Warnsignale lieferten und regelbasierte Absicherungsstrategien zeitweise einen Mehrwert gegenüber einer Buy-and-Hold-Strategie erzielen konnten.
Die vergangenen 15 Jahre deuten jedoch auf einen Paradigmenwechsel hin. Nullzinspolitik, quantitative Lockerungsmaßnahmen und umfangreiche fiskalische Interventionen haben das Zusammenspiel zwischen Anleihen- und Aktienmärkten grundlegend verändert. Dadurch haben traditionelle Stressindikatoren an Prognosekraft eingebüßt und risikominimierende Maßnahmen auf Basis dieser Signale zuletzt keinen Performancevorteil mehr gebracht.
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